Ditib: Der lange Arm Erdogans in Deutschland


ditib

Die türkische Religionsbehörde hat großen Einfluss in Deutschland, glauben Beobachter. Der Verdacht ist nicht unbegründet.

Von Claudia Keller | DER TAGESSPIEGEL

Die Ditib mit Sitz in Köln ist der größte Moscheeverband in Deutschland und untersteht der Religionsbehörde Diyanet in Ankara. Diese wiederum ist direkt dem türkischen Präsidenten unterstellt. Die enge Verzahnung von Staat und Religion in der Türkei hat in Deutschland bis vor zehn Jahren kaum jemanden gestört.

Im Gegenteil: Die Ditib wurde gerade wegen ihrer Abhängigkeit vom angeblich laizistischen Staat hofiert. Solange Kemalisten in Ankara das Sagen hatten, galt die Ditib als Garant dafür, dass sich in ihren 900 Moscheen kein Extremismus entwickelt.

Seitdem der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan heißt, steht die Ditib unter Verdacht. Seitdem sich Erdogan zum autokratischen Herrscher entwickelt, steht der Dachverband unter großem Druck. Es wird ihm unterstellt, „der lange Arm Erdogans“ zu sein bis hinein in die deutschen Klassenzimmer – wie es die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen formulierte.

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