Von der Leyen denkt in katastrophischen Dimensionen


CDU und CSU wollen die Bundeswehr bei „terroristischen Großlagen“ in Zukunft auch im Inland einsetzen. Die SPD-Spitze lehnt das ab. Verteidigungsministerin von der Leyen schafft jetzt Fakten. Quelle: Die Welt
Die Verteidigungsministerin kümmert sich neuerdings vehement darum, einen Anti-Terror-Einsatz der Bundeswehr im Inneren vorzubereiten. Doch dahinter könnte ein anderer Minister stecken.

Von Thorsten Jungholt | DIE WELT

Vor zwei Jahren hatte Ursula von der Leyen schon einmal die Julius-Leber-Kaserne im Norden Berlins besucht. Damals war die Verteidigungsministerin noch schwerpunktmäßig an Einrichtungsfragen interessiert. Sie ließ sich von den Mitarbeitern des örtlichen Bundeswehrdienstleistungszentrums Stuben mit Möbeln in Buchendekor zeigen, ausgestattet mit Flachbildfernseher, WLAN, Kühlschrank und Stehlampe. Mit den aufgepeppten Kasernenzimmern wollte die CDU-Politikerin dem Fachkräftemangel in der Truppe begegnen.

Abgeschlossen ist dieser Prozess nicht, längst wohnen noch nicht alle Soldaten im Von-der-Leyen-Ambiente. Doch bei ihrem neuerlichen Besuch in der Leber-Kaserne ging es der Ministerin nicht mehr um ihre Designoffensive. Sogar die Kindertagesstätte ließ sie links liegen. Seit ein paar Monaten kümmert sich von der Leyen um ein ganz anderes Thema: Mit der gleichen Vehemenz, mit der sie einst für ihre Attraktivitätsagenda warb, widmet sie sich nun Ereignissen von katastrophischen Dimensionen, die einen Einsatz der Bundeswehr im Inland erforderlich machen könnten.

weiterlesen

Ein Gedanke zu “Von der Leyen denkt in katastrophischen Dimensionen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s