Gewalt und Islam: Die Vergangenheitszukunft


Adonis. Bild: Harald Krichel/CC-BY-SA-4.0
Das Zwiegespräch zwischen dem Dichter Adonis und der Psychoanalytikerin Houria Abdelouahed sorgte in Frankreich für Diskussionsstoff und liegt jetzt auf Deutsch vor

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Im vergangenen Jahr erschien in Frankreich ein Dialog, der hohe Wellen schlug, bis heute für Diskussionen sorgt, der Sprengstoff birgt: Der syrisch-libanesische Dichter Adonis (bürgerlich Ali Ahmad Said Esber) und die Psychoanalytikerin Houria Abdelouahed sprechen über den Islam. Und über Gewalt. Und über die Frage, warum der Arabische Frühling scheiterte und was das für Europa und den Rest der Welt bedeutet. Nun ist das Gespräch unter dem programmatischen Titel „Gewalt und Islam“ auch in Deutschland erschienen – und es dürfte hierzulande ähnlich die Gemüter erhitzen wie in Frankreich. Nicht zuletzt deshalb, weil es mitunter hochproblematische – weil einseitige – Positionen vertritt.

Dass das dichterische Werk von Adonis zum Kanon der Weltliteratur zählt ist unbestritten. Dass er im Gegensatz zu vielen anderen auch in Europa gelesen wird, wo die arabische Literatur marginalisiert ist, mag daran liegen, dass er seit 1985 in Frankreich lebt und dort publiziert – mehr aber an seinem essayistischen religionskritischen Werk und der Tatsache, dass er sich immer wieder kontrovers ins Tagesgeschehen einmischt. Vor allem dann, wenn es um das Thema Islam geht.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s