Terror in Deutschland: „Vertrau Gott und lauf los“


Tatort Ansbach: Die Bombe des Attentäters verletzte 15 Menschen. Der Sachschaden – hier ein kaputtes Schaufenster eines Fotogeschäfts – war gering. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Die Attentäter von Ansbach und Würzburg chatteten vor ihren Taten mit Kontakten in Saudi-Arabien. Für die Ermittler ist das neu: Offenbar erteilt der IS nicht nur direkte Befehle.

Von Hans Leyendecker, Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Es war kein aufregendes Foto. Ein eher tristes Bild. Es zeigte nur eine leere Reitbahn in Ansbach. Der Syrer Mohammad D., 27. schickte das Foto an einen Unbekannten, der vermutlich in Saudi-Arabien lebt. Auf dieser Reitbahn, teilte Mohammad D. seinem Gesprächspartner mit, werde bald ein Open-Air-Konzert stattfinden: „Dieser Platz wird voll von Menschen sein.“ Der Gesprächspartner antwortete: „Töte sie alle.“ Die beiden blieben dann in Kontakt.

Riaz A. war fast noch ein Kind. Der 17-jährige Flüchtling, der vermutlich aus Afghanistan stammt, lebte in Ochsenfurt in einer Pflegefamilie und galt als gut integriert. Was niemand ahnte: Er hatte heimlich Kontakt mit einem Unbekannten, der wohl ebenfalls in Saudi-Arabien lebt. „Hör dir eine wichtige Sache an. Ich werde heute in Deutschland mit einer Axt einen Anschlag begehen“, sagte der Jugendliche. „Bruder, wäre es nicht besser, es mit einem Auto durchzuführen?“ schrieb der Gesprächspartner zurück. „So wird die ganze Welt erneut aufgewühlt  werden“.

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