Fünf Milliarden Euro an die Türkei – für eine diplomatische Fiktion


Foto: AFP Die Türkei entfernt sich unter Erdogan von der EU. Geld bekommt sie trotzdem noch
Mit sogenannten „Vorbeitrittshilfen“ sollte die Türkei fit gemacht werden für den EU-Beitritt. In manchen Bereichen nützt das sogar etwas. Nur in den entscheidenden nicht.

Von Andre Tauber | DIE WELT

Damals war die Beziehung zwischen Europa und der Türkei noch vergleichsweise intakt: Der türkische Landwirtschaftsminister Mehmet Mehdi Eker war voll des Lobes für die Europäische Union, als er vor vier Jahren gemeinsam mit einer großen Delegation durch ein Lebensmittellabor marschierte, in dem künftig streng europäische Reinlichkeitsvorschriften herrschen sollten.

Überall blank geputzter Stahl, Abzugshauben und Braungläser. Der Minister zeigte sich beeindruckt. „Das Labor ist das konkreteste Beispiel unserer Bemühungen, Lebensmittelsicherheit und Kontrollen mit den EU-Standards in Einklang zu bringen“, sagte er. Er hatte allen Grund zur Freude. Europa hatte 4,8 Millionen Euro für das Labor gezahlt – mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten.

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