Wie die katholische Kirche die Abtreibungsfrage beeinflusste


foto: istockphoto / getty images Dass Abtreibungskosten nicht von der Krankenkassa übernommen werden, führt der Gynäkologe Christian Fiala auf den Einfluss der Kirche zurück.
Die Kirche zählt heute zu den zentralen Lobbygruppen gegen liberalere Abtreibungsgesetze in Österreich. Historisch betrachtet wird ihr Einfluss aber überschätzt

Von Katharina Gruber | dieStandard.at

Die Frage, ob Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, war in der Geschichte weniger moralisch als von politischen und ökonomischen Interessen geleitet: Bereits Plato und Aristoteles sahen den Schwangerschaftsabbruch als ein nützliches bevölkerungspolitisches Instrument, um unerwünschtes Bevölkerungswachstum zu verhindern, heißt es im von Robert Jütte herausgegebenen Standardwerk „Geschichte der Abtreibung. Von der Antike bis zur Gegenwart“ aus dem Jahr 1993.

Ab der Neuzeit hielt man es in der Abtreibungsfrage allerdings anders als die alten Griechen und wollte das Bevölkerungswachstum ankurbeln. Die Kultur- und Sozialanthropologin Aurelia Weikert erklärt: „In der Frühzeit des Kapitalismus haben europäische Staaten erstmals versucht, mit bevölkerungssteigernden Maßnahmen einzugreifen, da es ein ökonomisches Interesse an Arbeitskräften gab.“

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