„Heinrich Himmler sah sich als Nachfahre einer Hexe“


Ein Relief der letzten Hexenverbrennung im Rheinland / picture alliance
Der Historiker Günther Dippold spricht über die populärsten Mythen rund um die Hexenverfolgung in Mittelalter. Viele Irrtümer gehen auf einen Befehl von Heinrich Himmler zurück, Bibliotheken und Archive zu durchforsten. Der SS-Chef war offenbar besessen vom Thema Hexen

Interview | Cicero

Es gibt eigentlich kaum ein historisches Ereignis, das derart mit Klischees und Mythen beladen ist wie das Thema Hexenverfolgung. Stimmen Sie dem zu?
Ja, unbedingt. Es ist tatsächlich beeindruckend, wie viele Irrtümer, Halbwahrheiten oder schlicht Unwahrheiten sich, beginnend im 19. Jahrhundert, aber bis heute anhaltend, um das Thema herumgesponnen haben.

Die landläufige Annahme über die Hexenverfolgung lautet: Im Mittelalter hat die katholische Inquisition millionenfachen Genozid an Frauen verübt. Können wir das mal mit den historischen Fakten abgleichen?
Zuerst einmal sind die Millionen, mit denen bis heute in vielen Publikationen hantiert wird, jenseits jeglicher Realität. Man schätzt, dass in der Hochphase der Hexenprozesse, also vom späten 16. bis ins späte 17. Jahrhundert, europaweit etwa 50.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

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