Respektiert die Fremdheit des Fremden


Ein brasilianischer Tänzer beim Karneval der Kulturen in Berlin / picture alliance
Aus Angst vor der Distanz haben wir verlernt, Fremdheit auszuhalten. Ein Plädoyer dafür, den Fremden wieder als Fremden ernst zu nehmen und nicht als eigentlich Gleichen zu vereinnahmen

Von Alexander Grau | Cicero

Der Fremde ist das Zwangsobjekt der postmodernen Gesellschaft. Insbesondere in den Milieus der Aufgeschlossenen und Neugierigen, der Weltgewandten und Offenen gilt er als Heilsbringer, als Erlöser aus Provinzialität und Enge, als Beweis der eigenen Weltläufigkeit und Toleranz und als Vehikel im Kampf gegen alles Rückständige.

Eine erstaunliche Karriere. Denn über Jahrtausende war der Fremde zunächst einmal das: der Fremde, der ganz Andere. Das Unbekannte aber war bedrohlich, entweder weil es überlegen war und daher gefährlich, oder weil es weniger weit entwickelt und insofern unheimlich war – „Barbaren“, wie die Griechen alle nannten, die eben kein Griechisch sprachen.

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