Jetzt wird die deutsch-schweizerische Grenze zum Fluchtziel


Flüchtlinge übernachten in der Eingangsschleuse des Polizeireviers Weil am Rhein, weil sie dort auf ihre Registrierung warten Foto: Polizeirevier Weil am Rhein
Die Zahl der Asylbewerber, die über Italien und die Schweiz nach Deutschland kommen, steigt. Erster Anlaufpunkt ist häufig eine Polizeiwache in Südbaden. Dort ist man der Situation kaum gewachsen.
 

Von Daniel Gräber | DIE WELT

Ein Grüppchen dunkelhäutiger junger Männer sucht abends den Weg zum Polizeirevier. Sie wirken müde, wie die Beamten später berichten, haben Rucksäcke auf und ziehen einen abgewetzten Rollkoffer hinter sich her. Auf einem Zettel haben sie die Adresse stehen.

Jemand muss ihnen den Hinweis gegeben haben, dass sie das rote Sandsteingebäude in der Nähe des Bahnhofs von Weil am Rhein aufsuchen sollen. Es liegt anderthalb Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt – und ist das vorläufige Ziel einer Flüchtlingsroute, die diesen Sommer zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Während die Balkanroute von Griechenland bis Österreich und Bayern nahezu abgeriegelt ist, machen sich inzwischen mehr Flüchtlinge von Italien aus über die Schweiz auf den Weg nach Deutschland. Deren Hauptroute führt durch das Tessin und endet in Südbaden. Sowohl die Schweizer Grenzwacht als auch die deutsche Bundespolizei haben entlang dieser Route in den vergangenen Wochen deutlich mehr illegale Grenzübertritte festgestellt.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s