Linke Kirchenstürmer bringen Tsipras in Bedrängnis


Kaum ein Akt wird als provokativer empfunden als Angriffe auf Kirchen, Popen und Gläubige. (Bild: Sean Hawkey / AP)
In Griechenland häufen sich Gewaltaktionen von Anarchisten gegen die orthodoxe Kirche. Die Opposition wirft dem Regierungschef Untätigkeit vor.

Von Markus Bernath | Neue Zürcher Zeitung

Als eine Gruppe von Anarchisten und Flüchtlingen an einem Sonntagmorgen Ende Juli in die Hauptkirche des heiligen Gregorios Palamas in Thessaloniki stürmte und die Liturgie unterbrach, war der Bischof fassungslos. «So etwas ist in Griechenland noch nie passiert», sagte Anthimos, der Metropolit der zweitgrössten Stadt des Landes. Doch das war, bevor andere Anarchisten in Athen am Montag Brandsätze in das Areal des Petraki-Klosters schleuderten. Aus einzelnen Angriffen gegen die orthodoxe Kirche ist eine Serie geworden, die den Staat und die Regierung von Alexis Tsipras offenkundig herausfordern will.

Das Dilemma des Atheisten

Die Störer der Liturgie in Thessaloniki protestierten mit ihrer Aktion gegen die Räumung eines Gebäudes, das sie für Flüchtlinge besetzt hatten, das aber im Besitz der Kirche ist. Den Brandanschlag in Athen wiederum soll eine Gruppe Jugendlicher gegen drei Uhr morgens verübt haben. Zwei Autos brannten auf dem Gelände des Moni Petraki aus. Die orthodoxe Kirche hat in Petraki auch ihren Verwaltungssitz. Das machte das Kloster für die Angreifer besonders wichtig. Olga Gerovasili, die stets kämpferisch auftretende Sprecherin der griechischen Regierung, nannte den Brandanschlag empörend. Kein Gewaltakt werde toleriert, versicherte sie.

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