Wie wurde Amerika besiedelt? Nicht wie bisher gedacht!


Bild: (c) http://www.BilderBox.com
Das Szenario, in dem Einwanderer einen eisfreien Korridor nutzten, lässt sich nicht halten: Im Korridor gab es nichts zu essen.

Von Jürgen Langenbach | Die Presse.com

Amerika wurde vor etwa 13.500 Jahren erwandert, von Sibirien aus, die Eiszeit hatte das Meer so sinken lassen, dass die Ahnen der amerikanischen Ureinwohner – die Clovis – trockenen Fußes über die Beringstraße kamen. So steht es in den Büchern, allerdings mehrten sich in den letzten Jahren die Zweifel: Ganz im Süden des Doppelkontinents, in Feuerland, lebten Menschen schon vor 14.500 Jahren, und im Norden hinterließen andere vor 15.000 Jahren Spuren, Werkzeuge und Waffen – ganz andere als die der Clovis –, auch Koprolithen, versteinerte Kotstücke.

Diese datierte und analysierte Eske Willerslev (Kopenhagen), er ist der Star der Paläogenetik: Die Gene wiesen nach Sibirien, aber die Datierung schloss die Clovis aus, andere müssen früher gekommen sein, Willerslev nannte sie „Western Stemmed“. Das stieß auf heftigen Widerspruch vor allem seitens heutiger indigener Völker – sie wollen sich die Clovis als Ahnen nicht nehmen lassen –, aber es gab noch ganz andere Funde: 40.000 Jahre alte Fußspuren in Mexiko, die allerdings umstritten sind. Und in Brasilien deuten in manchen Indigenen uralte polynesische Gene auf eine frühere Besiedlungswelle aus diesem Raum.

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