Feindbilder überwinden – Die Muslim Jewish Conference

Nahost-Konflikt, islamistische Terroranschläge, antisemitische Übergriffe – der Graben zwischen Muslimen und Juden scheint heute tiefer denn je. Dabei verbindet beide Religionsgemeinschaften eine wechselvolle, aber auch eine gemeinsame Geschichte. Dass es auch anders geht, zeigt ein Dialogforum: die Muslim Jewish Conference. Seit Sonntag treffen sich in Berlin junge muslimische und jüdische Aktivisten aus der ganzen Welt. Sie wollen sich kennenlernen und miteinander diskutieren.

Von Jens Rosbach | NDR.de

Noëmi Knoch ist mit Stereotypen aufgewachsen. Die Schweizer Jüdin, sie ist 22 und studiert Sprachwissenschaften, hat früher viel Negatives verbunden mit dem Wort „Muslim“: „Terrorismus, Bart, Kopftuch – das sind Bilder, die man von überall her aufnimmt: aus den Medien, aus der Schule. Wenn man keinen Kontakt zu Muslimen hat, dann gibt es auch Ängste, weil wir etwas falsch verstanden haben von den Anderen.“

Die Muslima Ajla Lubic, 37 und in Bosnien geboren, kennt wiederum typische Vorurteile ihrer Glaubensgemeinschaft über Juden: „Es gibt Vorurteile wie zum Beispiel: Alle Juden sind nur auf das Geld aus, alle Juden halten zusammen und wollen die muslimische Welt ruinieren. Das ist absoluter Blödsinn.“

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Wenn IS-Aussteiger berichten: „Sie sind Lügner“

Befreit von der Herrschaft des IS. Eine 19-jährige Syrerin zieht den Niqab aus, nachdem die Extremisten aus ihrem Dorf vertrieben worden sind. / Bild: Reuters
Sie wollten das – in ihren Augen – Richtige tun, doch dann sahen sie Folter, Mord und Vergewaltigung. In Videos erzählen IS-Aussteiger, wie das Leben in Syrien wirklich ist.

Von Eva Winroither | Die Presse

Ein Studio irgendwo im Süden der Türkei Ende 2015. Weiße Wände, eine Videokamera, zwei Männer. Hier werden Ahmet Yayla, Universitätsprofessor und ehemaliger Polizeichef von Şanliurfa, einer türkischen Stadt an der Grenze zu Syrien, sein Assistent Murat und Anne Speckhard, außerordentliche Professorin an der renommierten Georgetown University in den USA, Interviews durchführen. Speckhard ist nur via Skype zugeschaltet. Das Sicherheitsrisiko ist zu groß. Die beiden Professoren interviewen ehemalige IS-Anhänger. Menschen, die sich der Terrororganisation des sogenannten Islamischen Staats (IS) angeschlossen haben, bis das eine oder andere Erlebnis sie dazu brachte, sich abzuwenden.

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Missbrauchsverdacht: Priester begeht Selbstmord in Gefängniszelle

missbrauch

Der brasilianische Geistliche war bereits von 2007 bis 2015 wegen Pädophilie in Haft. Vor wenigen Tagen wurde er erneut wegen eines Missbrauchsfalles festgenommen.

kath.net

Bonifcaio Buzzi hat sich in seiner Gefängniszelle im Bundesstaat Minas Gerais (Brasilien) erhängt. Der Priester wird in dem Film Spotlight, der die Vertuschung von Missbrauchsfällen in der Diözese Boston (USA) und deren Aufdeckung behandelt, namentlich erwähnt. Buzzi war am 5. August neuerlich wegen Pädophilievorwürfen festgenommen worden.
Der Geistliche hat die Jahre 2007 bis 2015 ebenfalls wegen sexuellen Missbrauchs eines zehnjährigen Jungen in Haft verbracht.

Die AfD will keine Diktatur, sie will die Katastrophe

© dpa Im Streben der Populisten nach ungezügelter Freiheit sah der Philosoph Platon bereits vor 2400 Jahren eine Gefahr für die Demokratie.
Was passiert, wenn man das, was die AfD fordert, mal wirklich ernst nimmt? Der Philosoph Platon hat das schon vor 2400 Jahren getan. Das Experiment würde in Autokratie und Katastrophe enden.

Von Justus Bender | Frankfurter Allgemeine

Es wäre ein Gedankenexperiment: AfD-Anhängern alles zu glauben, was sie sagen, und zwar aufs Wort. Dass sie keine Rechtsradikalen sind, zum Beispiel. Oder dass sie für mehr Demokratie stehen anstatt für weniger. Dass sie es ernst meinen, wenn sie sagen, unsere Regierung erinnere sie an eine Diktatur. Man könnte ihnen auch glauben, dass sie nichts gegen Ausländer, Asylbewerber, Muslime, Juden oder Türken haben, sondern dass es ihnen um Freiheit geht, um immer mehr Freiheit für alle Bürger, und dass sie Asylbewerber nur insofern ablehnen, wie ihre Freiheit durch sie beschränkt wird. Auch, dass sie das Volk von dem Joch befreien wollen, unter dem es ächzt, unterdrückt vom linksliberalen Mainstream, den Regierenden, den Journalisten, den Lehrern, die nur Denkverbote aussprechen.

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Gänswein enthüllt Statue von Benedikt XVI. und segnet Pferde

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Kurienerzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., enthüllt am 11. September in Altötting eine Statue des emeritierten Papstes.

kath.net

Kurienerzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., enthüllt am 11. September in Altötting eine Statue des emeritierten Papstes. Genau zehn Jahre ist es dann her, dass das damalige Kirchenoberhaupt bei seinem Heimatbesuch in dem Marienwallfahrtsort weilte und dort auf dem Kapellplatz einen Gottesdienst feierte.
Der Erzbischof will an der Fassade des Kongregationssaals die Benedikt-Statue enthüllen. Sie stammt aus der Werkstatt des Eggenfelder Künstlers Joseph Michael Neustifter. Die dafür vorgesehene Halterung wurde bereits angebracht. Dafür wurde die bereits dort hängende Bronzefigur von Papst Johannes Paul II., der Altötting im November 1980 besuchte, weiter nach rechts verschoben.


Der Reiterhof von Innozenz Näßl in Hanshofen erwartet am Freitag einen Gast aus dem Vatikan. Erzbischof Georg Gänswein, rechte Hand des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., kommt allerdings nicht zum Reiten in den Ortsteil von Mittelstetten, sondern um die Pferde zu segnen, die dort untergestellt sind.

Von Andreas Ostermeier | Süddeutsche.de

Eine solche Segnung und ein solcher Besuch sind nicht alltäglich. Wie hat Näßl den Gast aus dem Vatikan auf seinen Pferdehof lenken können? Die Antwort auf diese Frage liegt gar nicht so weit entfernt, wie ein Pferdehof von der Zentrale der katholischen Kirche oder Hanshofen von Rom. Walter Worbs, Vater der Reitlehrerin Melanie Worbs, die auf dem Isländerhof arbeitet, hat den Kontakt hergestellt. Worbs und Gänswein treffen sich seit Jahren zum Bergsteigen. Heuer legt Gänswein, nach dem Bergsteigen und vor der Reise in den Südschwarzwald, wo er herstammt, einen Zwischenstopp im Landkreis ein.

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Moskau: Schockierender LGBT-Protest auf Rotem Platz

Der LGBT-Aktivist Dimitri Schdanow nahm für den Protest auch Verletzungen – und eine mögliche Festnahme – in Kauf
Um auf interfamiliäre Gewalt gegen queere Jugendliche hinzuweisen, ließ sich ein junger Schwuler zur vermeintlichen Buße zur Basilius-Kathedrale schleifen.

Von Norbert Blech | QUEER.DE

Wenn an diesem Freitag der „Internationale Tag der Jugend“ begangen wird, könnten sich in Russland erstmals einige Personen Gedanken über die Situation von LGBT-Jugendlichen machen. Der Grund: Der 23-jährige Aktivist Dimitri Schdanow schaffte es am Donnerstag mit einem schockierenden wie traurigen Protest auf dem Roten Platz in die Schlagzeilen.

Seine von zwei Freunden gespielten „Eltern“ zerrten den gehbehinderten Jungen mit an seinen Armen und im Gesicht befestigten Fesseln über den Roten Platz zur Basilius-Kathedrale, den Mund knebelten sie mit einer Regenbogenflagge. Trotz der grausamen Bilder und dem offensichtlichen Motiv der Eltern, ihn zu Gebet und Beichte zu der Kirche zu schleppen, griff zunächst keiner der Passanten ein.

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Blasphemie-Gesetze sind schädlich – überall

In jedem vierten Land der Welt ist das Recht der Bevölkerung auf freie Religionsausübung eingeschränkt. Das geht aus einem am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Bericht des US-Außenministeriums hervor. In den betroffenen 24 Prozent aller Länder leben den Angaben zufolge 74 Prozent der Weltbevölkerung.

kathpress

In dem Report für das Jahr 2015 heißt es, verantwortlich für die Restriktionen seien teilweise die jeweiligen Regierungen, teilweise aber auch gesellschaftliche Gruppen oder Terrororganisationen wie der „Islamische Staat“ (IS). Der Bericht dokumentiere „den Status des universellen Menschenrechts auf Religionsfreiheit in 199 Ländern“. Auch ein „Blasphemie-Fall“ aus Deutschland wird darin kurz erwähnt.

An vielen Orten der Welt gebe es Blasphemiegesetze mit teilweise tödlichen Auswirkungen, sagte David Saperstein, US-Botschafter für internationale Religionsfreiheit, bei der Vorstellung des Reports. Etwa jedes vierte Land habe Blasphemiegesetze und jedes zehnte Land Vorschriften, die einen „Abfall“ vom Glauben bestraften.

Als Negativbeispiele erwähnt der US-Report den Iran, wo Anhänger von Minderheitsreligionen wegen öffentlichen Eintretens für ihren Glauben hingerichtet worden sein. In Saudi-Arabien, Indonesien und Pakistan drohten Gefängnisstrafen im Falle von Gotteslästerung.

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Atheistin: Gott macht Mutter krank, heilt sie – Bullshistic

Die atheistische Bedrohung
Die atheistische Bedrohung

Kim Menon ist als Atheistin aufgewachsen. Als ihre Mutter auf wunderbare Weise von einem schweren Herzleiden geheilt wird, bekehrt sie sich zum Christentum.

kath.net

Kim Menon, bis dahin eine erklärte Atheistin, hat zum christlichen Glauben gefunden als ihre Mutter durch ein Wunder von einem schweren Herzleiden geheilt worden ist.
Sie arbeitet als Lehrerin in Seattle (US-Bundesstaat Washington). Ohne Glauben aufgewachsen hat sie zunächst sogar Vorurteile gegen das Christentum. Pastor Andy Brown, der Vater eines ihrer Schüler, hilft ehrenamtlich bei der Gartenarbeit der Schule. Larry Bailey, ebenfalls Pastor, hilft freiwillig und unentgeltlich in der Schule mit. Als sie ihn über seine Motive befragt, sagt Bailey er wolle ihr einfach zeigen, dass Gott sie liebe. Kim Menon ist von der Antwort überrascht. So hat sie das Christentum bis jetzt nicht kennengelernt.

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Australien: „Nauru Papers“ belegen dramatische Flüchtlingssituation

Australien, das Opernhaus in Sydney © michael dornbierer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Neu veröffentlichte Dokumente belegen unmenschliche Zustände in australischen Flüchtlingslagern: Gewalt gegen Kinder und Vergewaltigungen von Frauen. Hilferufe von Menschenrechtsorganisationen finden bislang kaum Gehör.
 

MiGAZIN

Interne Berichte schildern skandalöse Zustände im australischen Flüchtlingslager auf der Pazifikinsel Nauru. Die britische Zeitung The Guardian veröffentlichte rund 2.000 Dokumente, die von Mitarbeitern des Lagers verfasst wurden. Die sogenannten „Nauru Files“ dokumentieren Vorfälle aus dem Zeitraum zwischen Mai 2013 und Oktober 2015. Die Berichte beschreiben sexuellen Missbrauch und Gewalt gegen Kinder, Vergewaltigungen von Frauen, Selbstmordversuche und desolate hygienische Zustände.

Das australische Immigrationsministerium erklärte, viele der Berichte enthielten ungeprüfte Anschuldigungen. Alle mutmaßlich kriminellen Vorfälle würden der Polizei von Nauru zur weiteren Überprüfung gemeldet. Nauru ist der kleinste Inselstaat der Welt mit weniger als 10.000 Einwohnern. Bei der letzten Zählung im vergangenen Juni lebten dort rund 440 Flüchtlinge.

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Kurdische Demonstranten besetzen WDR-Landesstudio

Foto: pa/Horst Ossinge/dpa Das WDR Landesstudio in Düsseldorf im Medienhafen
Eine Gruppe von 30 Kurden ist in der Nacht in das WDR-Studio in Düsseldorf eingedrungen. Dabei machten sie mit Plakaten und Rufen auf die politische Lage in der Türkei aufmerksam.

DIE WELT

Rund 30 Kurden haben in der Nacht zum Freitag für knapp zwei Stunden das Landesstudio des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Düsseldorf besetzt.

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wollten sie mit Plakaten und mit lauten Rufen in kurdischer Sprache auf die politische Lage in der Türkei hinweisen.

Die Gruppe protestierte friedlich und verließ auf Bitten eines WDR-Mitarbeiters freiwillig das Gebäude. Verletzt wurde niemand.

De Maizière will schneller abschieben – aber Burkas nicht verbieten

Man könne „nicht alles verbieten, was man ablehnt“: Thomas de Maizière plant kein Burka-Verbot. (Foto: dpa)
  • Bundesinnenminister de Maizière will Ausländer, die straffällig geworden sind oder die öffentliche Sicherheit gefährden, schneller abschieben.
  • Um die innere Sicherheit in Deutschland zu erhöhen, soll zudem das Personal bei Polizei und Verfassungsschutz aufgestockt werden.
  • Vorschlägen zu härteren Maßnahmen, die CDU-Landesinnenminister vorgebracht hatten, erteilte der Minister hingegen eine ungewöhnlich deutliche Absage.

Von Robert Roßmann | Süddeutsche.de

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Donnerstag seine Vorschläge zur Verbesserung der inneren Sicherheit präsentiert. Er zeigte sich dabei deutlich moderater als die Landesinnenminister seiner Partei. De Maizière stellte klar, dass er weder die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft noch ein Burka-Verbot plane. Der Minister sagte, er lehne das Tragen von Burkas ab – aber man könne „nicht alles verbieten, was man ablehnt“.

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Kurden rechnen mit Massenflucht nach Deutschland

Die Zahl türkischer Asylbewerber in Deutschland steigt. Vor allem Kurden suchen hier Schutz vor politischer Verfolgung. In Folge des Putsches rechnen Beobachter jetzt mit noch weit mehr Menschen. Quelle: Die Welt
Die Kurdische Gemeinde prophezeit Deutschland Hunderttausende Flüchtlinge aus der Türkei, wenn Erdogan seinen Kurs fortsetzt. Gülen-Anhänger: „Wer sich nicht anpasst, sitzt auf gepackten Koffern“.
 

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Seit dem Militärputsch in der Türkei am 15. Juli geht die türkische Führung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan mit großer Härte gegen alle vor, die sie als Gegner betrachtet. Die Kurdische Gemeinde Deutschland hält deshalb eine Massenflucht für wahrscheinlich.

„Kurzfristig rechne ich mit Zehntausenden, mittelfristig mit einigen Hunderttausend Schutzsuchenden aus der Türkei in Deutschland, wenn das Erdogan-Regime die Minderheiten und die demokratische Opposition weiter bekämpft“, sagt der Verbandsvorsitzende Ali Toprak der „Welt“.

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Cannes verbietet Burkinis am Strand

© dpa Weist auf „Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen“ hin?
In dem Badeort darf die muslimische Badebekleidung nicht mehr getragen werden. Burkinis wiesen „auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hin“, sagte ein Vertreter der Stadt.

Frankfurter Allgemeine

Cannes hat das Tragen des Burkini am Strand unter Verweis auf die jüngsten islamistischen Terroranschläge verboten. „Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole am Strand zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen“, sagte der Generaldirektor der städtischen Dienste, Thierry Migoule, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP zu dem Verbot des Ganzkörperbadeanzugs.

Der Burkini bedeckt den ganzen Körper und wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islam entsprechen wollen. Das Verbot wurde bereits Ende Juli per Dekret von Cannes konservativem Bürgermeister David Lisnard erlassen. In dem Dekret heißt es, der Zutritt zum Strand und das Baden sei Menschen verboten, die „keine korrekte Kleidung tragen, die die guten Sitten und die Laizität respektiert sowie die Hygiene- und Sicherheitsregeln achtet“.

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Ein Parasit, der das Gehirn auffrisst

Naegleria fowleri, Bild: wikimedia.org/PD

Innerhalb weniger Tage hat ein amöbenähnlicher Parasit zwei Personen in den USA befallen. Dabei ist ein Infekt sehr selten. Naegleria fowleri verbreitet sich in warmen Gewässern.

Die Presse.com

Die Fälle tauchen zwar selten auf, in jüngster Zeit aber öfter als sonst: Die US-Gesundheitsbehörde hat bestätigt, dass eine nicht näher definierte Person von dem Parasiten Naegleria fowleri befallen ist. Der Parasit gelangt im Wasser durch die Nase in das Gehirn, wo er buchstäblich das Gehirn auffrisst. Erst vor einigen Tagen verstarb im Bundesstaat South Carolina ein elfjähriges Mädchen, auch bei ihr wurde der Parasit entdeckt.

Bei dem neuen Fall in Florida gab die Behörde bekannt, dass die Person zuvor in einem privaten Bad geschwommen ist. Das Mädchen hingegen war in einem Fluss baden. Der Parasit Naegleria fowleri breitet sich in warmen Gewässern aus, das können Seen, aber auch unhygienische Swimmingpools sein. Einmal im Gehirn, gräbt sich der amöbenähnliche Parasit im olfaktorischen Cortex, dem Riechhirn, ein. Dessen Zerstörung kann bereits die ersten Symptome hervorrufen: den Verlust von Geruch und Geschmack. Von hier aus kann sich der Parasit dann im ganzen Gehirn verbreiten.

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Versklavte Jesidin: „Der Tod ist harmlos im Vergleich zur IS-Hölle“

Nadia Murad überlebte drei Monate als IS-Sklavin im Irak Foto: dpa
Die IS-Kämpfer töteten ihre Mutter, entführten sie und machten sie zur Sexsklavin. Nach drei Monaten konnte Nadia Murad fliehen. Nun kämpft sie von Deutschland aus gegen die Terrormiliz.

Von Julia Giertz | DIE WELT

Sie lebt von Stunde zu Stunde – in Tagen oder gar Jahren denkt sie nicht. Sie ist keine alte Frau, hat das Leben noch vor sich. Doch Nadia Murad kann es nicht planen wie andere 21-Jährige. Was die junge Irakerin erlebt hat, lässt sie nicht los. Sie konnte sich aus IS-Gefangenschaft befreien. Sie und ihre ältere Schwester gehören zu den 1100 traumatisierten Frauen und Kindern, die das Land Baden-Württemberg in Sicherheit gebracht hat.

Anstatt sich um die eigene Zukunft zu kümmern, hat Nadia Murad den Kampf gegen den IS-Terror aufgenommen. „Ich will Zeugnis darüber ablegen, was tatsächlich im Irak passiert und welche Verbrechen der IS begeht.“ Die junge Frau bittet als Menschenrechtsaktivistin um Hilfe für ihre immer noch mehr als 3000 verschleppten Leidensgenossinnen; im Dezember 2015 sprach sie sogar vor dem UN-Sicherheitsrat. Sie ist für den Friedensnobelpreis 2016 nominiert.

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Respekt vor dem Tessiner Burka-Verbot

Wer sein Gesicht in der Öffentlichkeit verhüllt, macht sich im Kanton Tessin strafbar. (Bild: Gabriele Putzu / Keystone)
Im Tessin ist seit 1. Juli ein Vermummungsverbot in Kraft. Da die Hotels ihre Gäste aufklären, gibt es praktisch keine Probleme.
 

Von Peter Jankovsky | Neue Zürcher Zeitung

Die Verhüllung des Gesichtes auf öffentlichem Grund ist verboten. So lautet das neue Gesetz – auch «Burkaverbot» genannt –, das im Tessin seit 1. Juli in Kraft ist und gleichermassen für Hooligans wie für verschleierte Frauen gilt. Die Stadtpolizei habe im Juli sechs verhüllte Touristinnen aus arabischen Ländern diskret angehalten und über das Verbot aufgeklärt, sagt Luganos Polizeichef und Vizesindaco Michele Bertini. Die Frauen hätten den Schleier sofort gelüftet und sich für ihre Unkenntnis entschuldigt.

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Grönlandhaie werden 400 Jahre alt

Bild: Süddeutsche.de
  • Der Grönlandhai oder Eishai kann mindestens 400 Jahre alt werden. Damit sind die Haie nach bisherigen Erkenntnissen die langlebigsten Wirbeltiere der Welt, berichten Forscher in Science.
  • Die Haie leben im Nordatlantik und Nordpolarmeer und wachsen nur etwa einen Zentimeter pro Jahr.
  • Was das Geheimnis ihres hohen Alters ist, weiß man bislang nicht genau. Vermutlich ist das langsame Wachstum nicht der einzige Grund.

Süddeutsche.de

Sagenhafte 400 Jahre alt können Grönlandhaie werden, vielleicht noch älter. Das berichtet eine internationale Forschergruppe um Julius Nielsen von der Universität Kopenhagen in der Fachzeitschrift Science. Damit sei diese Spezies das langlebigste bekannte Wirbeltier der Welt. Ihre Geschlechtsreife erreichen die Haie demnach erst im Alter von 150 Jahren.

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New Map Shows Only a Tiny Sliver of Antarctica Is Ice-Free—For Now

Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
British climate scientists have published a new article in the journal Cryosphere announcing a new method of analyzing satellite imagery to distinguish between snow, rock, shadow, and clouds. Previous guesses put the amount of exposed rock in Antarctica at less than one percent. The new method nails that down to 0.18 percent, a huge improvement in accuracy.

By Ian Birnbaum | MOTHERBOARD

The way snow, clouds, and rock look alike in satellite images has been a pain for mapping teams for a while, but this is especially a problem in Antarctica, where the entire continent is made of nothing but those very similar things.

Members of the British Antarctic Survey wrote a script that analyzed high-latitude imagery and parsed clouds from snow and rock. “This is the first automated methodology for the differentiation of snow and rock in Antarctica,” the paper’s authors wrote, “from which a new outcrop map of the entire Antarctic continent has been produced at higher and more consistent accuracies than existing data and techniques.”

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Joachim Herrmann: „Massiven Druck auf die Heimatstaaten ausüben“

Bayerns Inneminister kann sich Einsätze der Bundeswehr im Inneren vorstellen Foto: dpa
Bayerns Innenminister Herrmann will bei Abschiebungen von extremistischen Gefährdern mehr Druck auf die Herkunftsländer ausüben. Notfalls solle Berlin die Entwicklungshilfe für die Länder streichen.

DIE WELT

Die Bundesregierung muss sich nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für schnellere Abschiebungen sogenannter Gefährder in ihre Heimatländer einsetzen. „Hier muss massiver Druck auf die Heimatstaaten ausgeübt werden, etwa durch eine massive Kürzung der Entwicklungshilfe“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in München.

Es müsse verhindert werden, dass Abschiebungen scheiterten, weil die Heimatstaaten ihre Landsleute nicht zurücknehmen wollten.

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The White Supremacist Roots of Evangelicalism

A 1959 protest against school desegregation in Little Rock, Arkansas. One of the signs reads, “Stop the Race Mixing March of the Anti-Christ”. Public domain, via Wikimedia Commons
I came across an anguished essay by Amy Gannett, a millennial evangelical writer, that’s titled “How Evangelicals are Losing an Entire Generation“.

By Adam Lee | Daylight Atheism

With a teaser like that, I just had to read on, and I wasn’t disappointed. In the post, she explains how Donald Trump’s nomination is resulting in her “losing faith in Evangelicals”:

This morning, I had no more than opened the app on my phone and there it was: Wayne Gruedem’s endorsement of Donald Trump.

Maybe you’re unfamiliar with Grudem, but most church leaders and many Christians are not. He wrote the basic systemic theology that has not only been touted among evangelicals as the primary source of Christian systematic theology for the modern day, but it is the 1200-page book that I was required to read in Bible school and seminary – not once, not twice, but three times. Grudem is the head of the Council for Biblical Manhood and Womanhood, a gathering of Christian leaders that believe in a particular model of gender roles that we call conservative Complementarianism, and work to see that vision come to life in homes, churches, and society. A leader among leaders, he is the Evangelical trump card (pun intended).

Wayne Grudem, like the other evangelical heavyweights in Trump’s corner, says that Christians have a “moral imperative” to vote for the alleged billionaire. Like most old-school evangelicals, he sees Christianity as identical with doctrinaire conservatism – he lists cutting taxes and rolling back Obamacare as Christian priorities equal in importance to banning abortion and same-sex marriage – and is willing to bet that Trump would give him at least some of what he wants, whereas he’s sure Hillary Clinton would give him nothing.

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