Australien: „Nauru Papers“ belegen dramatische Flüchtlingssituation


Australien, das Opernhaus in Sydney © michael dornbierer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Neu veröffentlichte Dokumente belegen unmenschliche Zustände in australischen Flüchtlingslagern: Gewalt gegen Kinder und Vergewaltigungen von Frauen. Hilferufe von Menschenrechtsorganisationen finden bislang kaum Gehör.
 

MiGAZIN

Interne Berichte schildern skandalöse Zustände im australischen Flüchtlingslager auf der Pazifikinsel Nauru. Die britische Zeitung The Guardian veröffentlichte rund 2.000 Dokumente, die von Mitarbeitern des Lagers verfasst wurden. Die sogenannten „Nauru Files“ dokumentieren Vorfälle aus dem Zeitraum zwischen Mai 2013 und Oktober 2015. Die Berichte beschreiben sexuellen Missbrauch und Gewalt gegen Kinder, Vergewaltigungen von Frauen, Selbstmordversuche und desolate hygienische Zustände.

Das australische Immigrationsministerium erklärte, viele der Berichte enthielten ungeprüfte Anschuldigungen. Alle mutmaßlich kriminellen Vorfälle würden der Polizei von Nauru zur weiteren Überprüfung gemeldet. Nauru ist der kleinste Inselstaat der Welt mit weniger als 10.000 Einwohnern. Bei der letzten Zählung im vergangenen Juni lebten dort rund 440 Flüchtlinge.

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