Versklavte Jesidin: „Der Tod ist harmlos im Vergleich zur IS-Hölle“


Nadia Murad überlebte drei Monate als IS-Sklavin im Irak Foto: dpa
Die IS-Kämpfer töteten ihre Mutter, entführten sie und machten sie zur Sexsklavin. Nach drei Monaten konnte Nadia Murad fliehen. Nun kämpft sie von Deutschland aus gegen die Terrormiliz.

Von Julia Giertz | DIE WELT

Sie lebt von Stunde zu Stunde – in Tagen oder gar Jahren denkt sie nicht. Sie ist keine alte Frau, hat das Leben noch vor sich. Doch Nadia Murad kann es nicht planen wie andere 21-Jährige. Was die junge Irakerin erlebt hat, lässt sie nicht los. Sie konnte sich aus IS-Gefangenschaft befreien. Sie und ihre ältere Schwester gehören zu den 1100 traumatisierten Frauen und Kindern, die das Land Baden-Württemberg in Sicherheit gebracht hat.

Anstatt sich um die eigene Zukunft zu kümmern, hat Nadia Murad den Kampf gegen den IS-Terror aufgenommen. „Ich will Zeugnis darüber ablegen, was tatsächlich im Irak passiert und welche Verbrechen der IS begeht.“ Die junge Frau bittet als Menschenrechtsaktivistin um Hilfe für ihre immer noch mehr als 3000 verschleppten Leidensgenossinnen; im Dezember 2015 sprach sie sogar vor dem UN-Sicherheitsrat. Sie ist für den Friedensnobelpreis 2016 nominiert.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s