Aufregung um angebliche Hassrede in Saarbrücker Moschee


Ein Auszug aus einer Predigt auf Arabisch vom 24. Juni war auf der Webseite des „Middle East Media Research Institute“ (Memri) aufgetaucht. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer (dpa)
Ein Gast-Prediger hat in der Moschee in Saarbrücken-Burbach eine umstrittene Predigt gehalten. Die Aktion 3. Welt Saar sieht darin eine Kampfansage. Die Sicherheitsbehörden betonen, es sei kein Aufruf zu Gewalt gewesen.

Von Nora Ernst | SOL.DE

Die Predigt eines Imams in der Moschee in Saarbrücken-Burbach sorgt für Wirbel. Ein Auszug aus einer Predigt auf Arabisch vom 24. Juni war auf der Webseite des „Middle East Media Research Institute“ (Memri) aufgetaucht. Memri ist eine Organisation, die islamische Medien beobachtet, unter anderem mit dem Ziel, islamistische Positionen zu dokumentieren. In dem Ausschnitt heißt es unter anderem: „Der Prophet hat uns die Eroberung von Konstantinopoulos prophezeit, dieses wurde 800 Jahre nach ihm erobert. Wir werden Rom erobern, wie es der Prophet uns prophezeit hat, mit Zustimmung derer oder zum Trotz.“ Die Aussage bezieht sich auf einen jahrhundertealten Ausspruch des Propheten Mohammed.

Roland Röder von der Aktion 3. Welt Saar, die ein Kompetenzzentrum Islamismus betreibt, hält sie jedoch für bedenklich: „Rom ist ein Synonym für die westliche Welt.“ Dies sei keine Botschaft der Toleranz und Nächstenliebe. „Es ist eine Kampfansage.“ Formal gesehen sei es zwar kein Aufruf zu Gewalt. Die Frage sei aber, wie die Eroberung umgesetzt wird, mit demokratischen Mitteln oder mit Gewalt. „Das ist den Zuhörern freigestellt“, sagt Röder.

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