Die Burka gehört verboten


Vollverschleierte Frauen bei einer Kundgebung salafistischer Muslime in Offenbach (Archivbild) (Foto: imago/epd)
Anders als das Kopftuch hat der Vollschleier nichts mit Religion zu tun. Er ist die Negation eines zeitgemäßen Islam – und verstößt massiv gegen westliche Werte und den Gleichheitsgrundsatz.

Von Tomas Avenarius | Süddeutsche.de

Deutschland streitet um ein Stück Stoff. Einige CDU-Landespolitiker fordern, den Vollschleier zu verbieten, der Bundesinnenminister und Rechtsexperten aber winken ab: Ein Burka-Verbot passe nicht zum Grundgesetz. Formaljuristisch stimmt das. Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, Deutschland kein wirklich laizistischer Staat. Die Burka mag dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen, aber die katholische Kirche verstößt auch gegen das Prinzip, dass Mann und Frau gleich behandelt werden müssen.

Sollte das Burka-Verbot denn je kommen, hätten die Polizisten als Praktiker ein Problem. Der Beamte, der die Schleierfrau auf der Straße aufhielte, hätte wenig in der Hand. Was könnte er tun – der Verschleierten das Tuch vom Kopf reißen? Und wenn sie den Vollschleier gar nicht freiwillig trägt, der Ehemann sie dazu gezwungen hat? Kaum einer kennt solche rechtlichen Vorbehalte in der Schleier-Frage besser als Bundesinnenminister Thomas de Maizière, er ist Jurist.

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