Olympische Religiotie: „Mein Doping ist Gott, sonst nichts“


Nach dem Rekord über 10 000 Meter von Almaz Ayana kommen Zweifel an ihrer Sauberkeit auf. (Foto: dpa)
So erklärt die Äthiopierin Almaz Ayana ihren Fabelrekord über 10 000 Meter. Doch viele Beobachter haben heftige Bauchschmerzen.

Von Johannes Knuth | Süddeutsche.de

Und dann schwoll der Jubel an, als sei jemand versehentlich gegen den Lautstärkeregler gestoßen und habe auf volle Kraft gedreht. Die Äthiopierin Almaz Ayana, 24, bog gerade auf die letzten Meter ein. Sie hatte Runde an Runde gereiht in diesem Finale am Freitagmittag über 10 000 Meter, kühl und präzise. Das Olympiastadion in Rio spürte, dass es gerade einen speziellen Moment bezeugte. Für ein paar Minuten vergaß man, dass die Hälfte der Plätze verwaist war (obwohl der Weltverband IAAF für jedes Finale ein ausverkauftes Stadion gemeldet hatte, aber gut). Ayana musste sich auf den letzten 100 Metern jedenfalls nicht beeilen, so flink war sie während der ersten 9900 gewesen. Sie traf nach 29:17,45 Minuten ein, knapp 14 Sekunden früher als die Chinesin Junxia Wang bei ihrem unwirklichen Weltrekord vor 23 Jahren.

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