Säkulare Juden: Ungläubig in Jerusalem


Der Felsendom auf dem Tempelberg ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Jerusalems. (picture alliance / dpa/ Marius Becker)
Yaakov Malkin ist der Präsident des Instituts für jüdisch-säkulare und humanistische Führung. Der 89-jährige israelische Philosoph schreibt Bücher über Atheismus und begeht die traditionellen Feiertage als Ausdruck menschlicher Werte. Deswegen erhält Malkin Morddrohungen.

Von Igal Avidan | Deutschlandradio Kultur

Das massive Haus des israelischen Intellektuellen Yaakov Malkin in Jerusalem ist von mehreren Synagogen und jüdischen Religionsschulen umzingelt. Der bewusst säkular lebende Jude Malkin, Professor für Philosophie und Geschichte, teilt mit diesen religiösen Nachbarn eine Leidenschaft für die Bibel – obwohl er der geistige Anführer der säkular-humanistischen jüdischen Gemeinschaft in Israel ist.

„Judentum ist die Kultur des jüdischen Volkes. Diese Kultur ist einzigartig, weil sie immer sehr pluralistisch war, was das Glauben, die Lebensweisen und Rituale betrifft. Die Bibel beschreibt ein Judentum mit vielen Göttern, davon legen die Propheten Zeugnis. Überall im Land Israel fand man Skulpturen der kanaanitischen Götter Aschtoret und Baal, an die die Juden übernahmen. Zu einem Zeitpunkt machte sie das Königreich Israel sogar zu Staatsgöttern und vertrieb und verhaftete die Propheten des Gottes Israels JHWH. In Salomons Tempel in Jerusalem stand während zwei Drittel seiner Existenz – so die Bibel – eine Skulptur der kanaanitischen Göttin Astarte.“

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