Boris Palmer: Ich bleibe dabei, kriminelle Flüchtlinge müssen wir abschieben


Foto: dpa „Einen moralischen Anspruch auf Hilfe ohne die gleichzeitige Verpflichtung zur Achtung des Helfenden gibt es nicht“, sagt Boris Palmer
Ich bin Rebell, ich bin Mathematiker, und deshalb sage ich: Nur wenn wir straffällige Asylbewerber hart anfassen, können wir mehr Syrer zu uns holen. Das ist weder rassistisch noch unmenschlich.

Von Boris Palmer | DIE WELT

Im Alter von etwa sieben Jahren war ich zu Besuch bei meinem Vater. Im Gefängnis. Wir, meine Mutter, mein kleiner Bruder und ich, wurden in eine Besuchszelle geführt, die in der Mitte durch eine Panzerglasscheibe getrennt war. Ein Beamter protokollierte auf der anderen Seite jedes Wort. Der engste Kontakt war Handauflegen am Panzerglas.

Mein Vater war ein Rebell. Er wurde dafür verurteilt, Unfallstellen an Straßen eigenmächtig zu entschärfen oder Beamte, die er für unfähig hielt, zu beleidigen – zugegebenermaßen wüst. Für das, was er unter Zivilcourage und Meinungsfreiheit verstand, verbrachte er 423 Tage im Gefängnis.

Seit ich mich im Herbst in einen Widerspruch zur Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und implizit zur Programmatik meiner Partei begeben habe, merke ich, wie stark solche Erlebnisse prägen.

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