Wie Leni Riefenstahl zu Hitlers Reichsregisseurin wurde


Der 110 Meter lange Wasserfall im Bavonatal ist heute genauso imposant wie in den 30er-Jahren. Bild: sme
1932 wird die Schauspielerin Leni Riefenstahl zum Regiestar und später zu Hitlers Bildmaschine. Und alles nur, weil sie im Bavonatal die perfekte Kulisse für ihre Visionen fand.
 

Von Simone Meier | watson.ch

Das Tal ist eng, grün, schattig. Strom gibt es keinen. Menschen auch keine. Oder doch? Es wird nur im Sommer bewohnt, jetzt ist doch Sommer? Das Bavonatal ist ein kleines Nebental des hinteren Maggiatals. Es sieht aus, als sei hier seit 500 Jahren kein neues Haus mehr gebaut worden. Es sieht aus, als seien hier Märchen geschrieben worden. Oder Filme gedreht.

Plötzlich wird es weit, 110 Meter tief fällt Wasser von den Felsen. Davor: das uralte Dorf Foroglio. Zuvorderst in Foroglio: die Osteria La Froda mit ihren uralten Polenta-Rezepten. Und vor alledem: ein Parkplatz mit einem leeren Calanda-Bier-Stand.

Die Einheimischen sind scheu, aber sie bieten Dinge zum Verkauf: gestrickte Socken für 36 Franken, Honig, immer und überall gibt es Honig, Traumfänger, bunt bemalte Dekor-Echsen, die aussehen, als hätten sie die Höhlen-Hippies von Gomera schon einmal für 2 Franken verkauft. In Foroglio kosten sie 38.

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