Eine wütende jesidische Stimme


Die Tochter syrischer Jesiden wirft den linken Parteien vor, den Islam zu verharmlosen.Foto: Facebook/Ronai Chaker
Ronai Chaker möchte den Jesiden eine Stimme geben. Den etablierten Parteien wirft sie Islam-Verharmlosung vor. Deshalb unterstützt sie die AfD.

Von Martin Niewendick | DER TAGESSPIEGEL

Charismatische, gerne polemische Fürsprecher sind in der aktuellen Islamdebatte allgegenwärtig. Konservative Muslime haben Kübra Gümüsay und Maryam Hübsch, kritische und ehemalige Muslime Hamed Abdel-Samad und Seyran Ates. Die Sorgen der Juden werden mal lauter von Henryk M. Broder, mal moderater von Micha Brumlik kommuniziert.

Und die Jesiden, an denen der „Islamische Staat“ in Syrien und im Irak immerhin gerade einen Völkermord verübt?

Die religiöse Minderheit kommt in den deutschen Medien meist nur im Passiv vor, es gibt kaum eine prominente Stimme, die ihr Gehör verschafft. Ronai Chaker will das ändern. Die Marburger Jura-Studentin ist eine in Deutschland geborene Tochter syrischer Jesiden.

Sie ist als Bloggerin aktiv, produziert Videostatements und hat tausende Follower in den sozialen Netzwerken. Neben dem Studium kümmert sich die Mittzwanzigerin um Flüchtlingsfrauen. Dass sie ziemlich fotogen und nicht auf den Mund gefallen ist, schadet ihrer Popularität nicht gerade. Und die genießt sie vor allem in rechten Kreisen.

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