Wir brauchen keinen reformierten Islam


Affen_MohammedSeit Monaten wird gestritten, christliche Politiker, islamische Politiker, Gottesknechte und Diener des Herrn, während die einen eine Reform des Islam verlangen beharren die anderen in ihren konservativen, fundamentalen Schlupflöchern. Nennen wir sie Moscheeverbände. Sicher ist auch, ein liberaler Islam braucht die heutigen Formen muslimischer Organisation nicht. Nun zu verlangen, dass die Moscheeverbände liberaler werden, kulturell organisieren, heisst, sie abschaffen zu wollen. Guter Vorsatz, nur darf man nicht auf die Selbstabschaffung von Moscheeverbänden hoffen. Das Beharrungsvermögen finden wir ja überall, in der Politik wie in der christlichen Religion. Entgegen der fortschreitenden Verweltlichung der Gesellschaft wird die Bedeutung des Religiösen künstlich erhöht. Dieser Widerspruch ist signifikant und vernehmbar in der Gesellschaft vorhanden. Wenn Pfaffen wie Bedford-Strohm oder Marx im „Wir“ sprechen muss die Grenze aufgezeigt werden. Sie sprechen für ihre Organisationen, für die damit verbundenen Strukturen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie sprechen nicht für die 50% Konfessionslose im Land.
Moscheeverbände wollen ähnlich wie die christlichen Kirchen behandelt werden, dass ist ihr gutes Recht, finden wir im Grundgesetz. Die Frage die es zu beantworten gilt, wie sie sich darstellen, Anhängsel der Muslimbrüder, der Diyanet, doch wohl nicht. Schon gar nicht wenn Religiöses als Integrationsmedium verstanden werden will. Konflikte mit der säkularen Entwicklung sind aufgezeigt. Und sie lassen sich nicht mit dem Aussitzen der Politik lösen.

Andere Gläubige bringen andere Gläubige um, ermorden sie. Im religiösen Dorf Gottes bricht Panik aus. Diskreditieren doch die anderen Gläubigen Gott selbst. Geweihte Personen werden getötet, in einem Tempel Gottes, Gott tut nichts, wie immer. Zum Schluss sind die Beteiligten alle tot. „Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen.“ Der Gott der Christen, Juden und Muslime liebt Gerechte und Ungerechte, im Tode sind sie ihm willkommen. Der Widersinn zum stillen Karfreitag in Deutschland ist kaum deutlicher darstellbar.

Deutscher Gotteswahn lässt sich recht prononciert im Missionsbefehl(Matthäus-Evangelium) darstellen. Evangelikale und Katholiken wollen unter den Muslimen missionieren. Aiman Mazyek hatte seinerzeit deutlich protestiert in dem er die Kirchen vor aggressiver Mission warnte. Die Christen-Weicheier wollen natürlich unter den Muslimen missionieren, die bereits in Deutschland angekommen, sesshaft sind. Mission im Gebiet des Islamischen Staates kommt ihnen nicht in den Sinn. Ein eindeutiger Glaubensmangel. Nirgendwo besser lässt sich die Wirksamkeit des christlichen Gottes nachweisen, als im Gebiet des dämonischen Koran-Fundamentalismus. Nein, Theologe Schirrmacher, für die Evangelikalen und Christian Troll, für die Katholiken, schlagen dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime einen interreligiösen Ethik-Kodex für Mission vor. Zumal Mazyeks Fähnlein der sieben aufrechten Muslime in Deutschland kaum Muslime vertreten kann. Es wäre lächerlich, wenn nicht die Tatsache bestehen würde, dass Evangelikale und Katholiken, im säkularen Gemeinwesen ihre krude Glaubenswerbung durchführen wollen.

Wir brauchen keinen reformierten Islam, wir brauchen eine reformierte Politik, die sich dem gesellschaftlichen Widerspruch zwischen der Religionisierung sozialer Konflikte und fortschreitender Verweltlichung entgegenstellt. Solange Politik die eigene Hausreligion bevorzugt, werden andere ihre berechtigten Ansprüche geltend machen. Nicht Neuevangelisierung sondern Säkularisierung ist die Lösung.
Dazu gehört auch islamistischen Terror als solchen zu benennen, nicht Irre, Verhaltensauffällige, sondern religiöser Fundamentalismus in seiner übelsten Darstellung sind das Problem. Wäre dem nicht so, müsste man das Versagen der Gesundheitspolitik konstatieren, genauer die psychiatrischen Dienste, die solche Gewalttäter nicht therapieren können.

Die Forderung den Islam reformieren zu wollen ist von geradezu lächerlicher Impertinenz.

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