Bundesregierung zur Atombombe: Klartext oder Märchenstunde?


B-61 Bomben. Bild: DoD
B-61 Bomben. Bild: DoD
Die Sprecherin des Außenministeriums sagt, die Haltung zu Nuklearwaffen sei „ganz klar“. Im Oktober dieses Jahres werden wir wissen, was genau damit gemeint ist.

Von Peter Bürger | TELEPOLIS

Die Atombombe ist Erweis einer unüberbietbaren Verachtung des Menschen und aller Lebewesen. Zugleich offenbart diese Waffe, welch ein Abgrund an Zerstörungs- und Todeswahn mit unserer Gattung – dem sogenannten „homo sapiens“ – einhergeht.

Die völkerrechtliche Bewertung ist seit 1996 durch den Internationalen Gerichtshof geklärt: Bereits die bloße Androhung eines Nuklearwaffeneinsatzes ist generell (!) völkerrechtswidrig.

Die Position der christlichen Kirchen weist nach jahrzehntelangen Ausweichmanövern inzwischen eine noch größere Eindeutigkeit auf. Schon Bereitstellung und Besitz von Atomwaffen sind moralisch verwerflich, so die im Einklang mit dem Vatikan erfolgte Klarstellung des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen (pax christi-Präsident) vom letzten Jahr. In seiner jüngsten Erklärung vom 3. August bekräftigt der pax christi-Präsident diese Aussage und fordert folgerichtig u.a. den Abzug der Atomwaffen aus Büchel in der Eifel.

Namentlich christdemokratische Politikerinnen wie die Bundeskanzlerin und die derzeitige Ministerin für das Militärressort müssen nun erklären, ob sie den Standpunkt der christlichen Friedensethik teilen. Auf willfährige Atomtheologen der Adenauer-Ära kann sich heute jedenfalls niemand mehr berufen.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s