Burka-Debatte ist Ausdruck von Fremdenhass – es geht immer etwas dümmer


Eine Frau im Ganzkörperschleier © Patrick Denker @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Worum geht es bei der Diskussion um ein Burkaverbot? Um religiöse Fragen oder um Frauenrechte? Nein, sagt Religionswissenschaftlerin Ina Wunn. Die Diskussion sie ein Entgegenkommmen an die Anhänger von AfD und Pegida.

MiGAZIN

Die Diskussion um ein Burkaverbot ist nach Ansicht der hannoverschen Religionswissenschaftlerin Ina Wunn Ausdruck fremdenfeindlicher Tendenzen in der deutschen Gesellschaft. Es gehe dabei nicht wirklich um religiöse Fragen oder um Frauenrechte, sagte Wunn dem Evangelischen Pressedienst. Vielmehr seien entsprechende Forderungen ein Entgegenkommen an Anhänger von „Pegida“ und AfD.

„Das ist keine religiöse, sondern eine politische Debatte“, betonte die Professorin am Institut für Theologie und Religionswissenschaften der Universität Hannover. Damit wendeten sich die Unionspolitiker, die sie begonnen hätten, an ein bestimmtes Wählerklientel, das den Fortbestand des christlichen Abendlandes bedroht sehe und in Schwarz-Weiß-Mustern denke. Ähnlich beurteilt sie auch das Burkiniverbot in einigen französischen Badeorten als eine populistische Entscheidung im Sinne der rechten Politikerin Marine Le Pens.

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2 Gedanken zu “Burka-Debatte ist Ausdruck von Fremdenhass – es geht immer etwas dümmer

  1. „Dabei ist die Rechtslage nach Ansicht der Religionswissenschaftlerin zumindest in Deutschland eindeutig. Hier könne es keine Bekleidungsvorschriften geben.“

    So? M.W. ist z.B. das Symbol einer anderen faschistoiden Ideologie verboten, mit Hakenkreuzarmbinde darf sich keiner bekleiden. Es scheint also sehr wohl Bekleidungsvorschriften zu geben. Und wenn etwa ein Anhänger einer nud(el)istischen Pastafarisekte Kindergartenerzieher werden möchte und dabei immer nur und ausschließlich ein Nudelsieb auf dem Kopf trägt, wird er wohl auch Probleme bekommen.

    Was viele nicht begreifen (wollen): Wenn Nazispinner aus obskuren Gründen „Umweltschutz“ propagieren, spricht das nicht gegen seriös begründeten Umweltschutz. Und wenn Nazispinner aus obskuren Gründen Burkas oder männliche Genitalverstümmelung ablehnen, spricht das nicht gegen seriöse – beispielsweise meine, linke, antisexistische, antitheistische, auf Menschenrechten beruhende – Kritik daran (s. z.B. http://maqi.de/presse/tierrechtstag2014.html). Angesichts der Nichtraucherkampangen der Nazis würde ich der Theologieprofessorin dringend raten, das Rauchen anzufangen (so sie es nicht bereits tut) und gegen die Dokumentarfotos auf Zigarettenpackungen oder meinen Artikel „Raucher sind Mörder“ http://raucher-sind-moerder.de.vu zu wettern.

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