Frankreich: Widerstand gegen den Burkini wächst


Ungeliebte Bademode: Der Widerstand gegen den Burkini wächst. Foto: AFP
Immer mehr Bürgermeister französischer Badeorte verbieten das Tragen von Burkinis. Nun bekommen sie Unterstützung von Innenminister Valls.
 

Von Axel Veiel | Frankfurter Rundschau

Nicht, dass Daniel Fasquelle am Strand von Touquet schon einmal einer Muslimin im Burkini begegnet wäre. Aber der zu Nicolas Sarkozys konservativen „Republikanern“ zählende Bürgermeister des Nordsee-Badeortes will vorsorglich klarstellen, dass der Ganzkörperschwimmanzug in der Gemeinde „nicht willkommen ist“. Und so ist er dem Beispiel der Kollegen gefolgt, die an der Côte d’Azur (Cannes) oder auf Korsika (Sisco) den Burkini verboten haben und Zuwiderhandlungen mit einer Strafe von 38 Euro ahnden.

Der Beifall des Wählers ist Fasquelle gewiss. Die über das Land hereingebrochene Terrorwelle hat Spuren hinterlassen. Die Franzosen sind dünnhäutig geworden. Der Burkini steht für eine von besonders strenggläubigen Muslimen, aber eben auch von den Terrormilizen des „Islamischen Staates“ verfochtene Gesellschaftsordnung. Die Neigung, zwischen friedfertigen und gewaltbereiten Frommen zu unterscheiden, ist gering. Und so hat sich am Mittwoch auch die sozialistische Regierung auf die Seite der Bürgermeister geschlagen.

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