Luxemburg: Erzbischof „wütend“ über Brief an Vatikan


Ein Brief artikuliert die Unzufriedenheit in Teilen der Gläubigen mit dem Gesetzesvorhaben der Regierung. Guy Jallay
Der Streit um die Trennung von Kirche und Staat erhält neue Nahrung: Offenbar ohne das Wissen von Erzbischof Hollerich haben sich 24 Kirchenangehörige, darunter viele Vertreter des Syfel, mit einem Brief an den Vatikan gewandt.

Luxemburger Wort

Dies meldet Radio 100,7 am Mittwoch. Dem Radiobericht zufolge soll Erzbischof Jean-Claude Hollerich „wütend“ über den Brief sein. Die 24 Unterzeichner haben in dem Brief an den Vatikan-Vertreter in Luxemburg ihren Unmut über mehrere aktuelle Entwicklungen in der katholischen Kirche ausgedrückt, insbesondere die von der Regierung geplante Trennung von Kirche und Staat.

Die 24 Unterzeichner sind unzufrieden über die Verhandlungen zwischen Regierung und Erzbistum über eine weitreichende Trennung von Kirche und Staat. Auch dass die Gemeinden zukünftig ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kirchenfabriken einstellen, stößt laut Radio 100,7 auf Kritik.

Unter den 24 Unterzeichnern des Briefes finden sich viele Vertreter des Syfel, dem Verband der 285 Kirchenfabriken in Luxemburg. Marc Linden, der Vizepräsident des Syfel, bestätigte gegenüber dem Radiosender, dass er den Brief mit unterschrieben hat.

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