Neues Forscher-Netzwerk will Kriegsmunition in Nord- und Ostsee unschädlich machen


Wo sie zur akuten Gefahr wird, muss die alte Munition auch mal gesprengt werden, wie hier 2013 in der Ostsee vor Wustrow. Foto: (c) dpa
Vor den deutsche Küsten liegt viel Munition aus den vergangenen Weltkriegen – ein Netzwerk von Unternehmen und Forschungseinrichtungen will nun Detektionstechniken effektiv verbinden, um das Problem mit den alten Waffen so schnell wie möglich zu lösen.

Von Julia Lauter | greenpeace magazine

1,6 Millionen Tonnen konventioneller Kampfmittel befinden sich noch in deutschen Meeresgewässern. Allein neunzig Tonnen mit dem Nervenkampfstoff Tabun gefüllte Granaten liegen in der Helgoländer Tiefen Rinne und 5000 Tonnen mit dem Gift Phosgen sowie Tabun gefüllte Munition südlich des dänischen Kleinen Belts. Nach den Weltkriegen wurde Munition in vielen Gebieten der Nord- und Ostsee versenkt. Früher hielt man die Entsorgung im Meer für eine gute Lösung, heute weiß man: Die Kampfstoffe sind auch Jahrzehnte später noch gefährlich. Detonationen, austretendes Giftgas und an Land gespülte Granaten gefährden Mensch und Tier. Eine besonderes Risiko tragen Fischer, insbesondere bei der Schleppnetzfischerei, und Arbeiter beim Bau und Unterhalt von Offshore-Anlagen. Die Kriegsaltlasten erschweren die Installation von Offshore-Infrastruktur und treiben die Kosten der Projekte in die Höhe.

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