Welle der Beschlagnahmungen in der Türkei


© AP Erdogan nannte den Putschversuch in der Türkei ein „Geschenk Gottes“, um nun „zu säubern“.
Erdogan lässt Gülen nahestehende Unternehmen zerschlagen und Vermögen von Mitarbeitern konfiszieren. Lebensumstände und Bedürfnisse der Betroffenen spielen dabei keine Rolle.

Von Rainer Hermann | Frankfurter Allgemeine

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hält sein Wort. Bei der Zerschlagung der Unternehmen, die dem Prediger Fethullah Gülen nahestehen, werde es keine Gnade geben, hatte er Anfang August vor den Präsidenten der Industrie- und Handelskammern der Türkei ausgerufen. Da lief gerade die erste Welle von Verhaftungen und Beschlagnahmungen in der Wirtschaft an. Auch am Freitag wurden bei Polizeiaktionen in Istanbul 18 Unternehmer festgenommen, am Tag zuvor wurden in der „Operation Tuskon“ 65 Geschäftsleute abgeführt. Für diese Operation, die seit Donnerstag läuft, liegen Haftbefehle für 187 Geschäftsleute vor, deren Vermögen auch beschlagnahmt wird. Zur Last gelegt wird ihnen die Mitgliedschaft in und die Finanzierung einer „Terrorvereinigung“. Als solche stuft der türkische Staat die Gülen-Bewegung ein; sie soll für den gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich sein.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s