Tessin bestraft Vollverschleierung mit bis zu 10.000 Franken


Das Verbot betrifft Trägerinnen von Burka (links) oder Nikab (rechts), aber auch vermummte Hooligans.Foto: dpa
Egal ob Burka-Trägerin oder vermummter Hooligan – wer im Tessin sein Gesicht verhüllt, wird zur Kasse gebeten. Arabische Touristinnen kommen trotzdem – und befolgen meist die Regeln.

DER TAGESSPIEGEL

Nur einige Meter weiter südlich wäre ihr nichts passiert. Doch die Frau in der Nikab, die kürzlich in Chiasso unweit der Grenze zu Italien vor einem Restaurant von Polizisten angehalten wurde, befand sich noch auf dem Boden des Schweizer Kantons Tessin. Dort sind Burkas wie alle anderen Formen der Gesichtsverschleierung in der Öffentlichkeit seit dem 1. Juli verboten. Anstandslos zahlte die Frau 100 Franken (92 Euro) Strafe – und legte danach ihren Schleier ab.

Die Touristin aus Kuwait war die erste Frau, die für einen Verstoß gegen das Tessiner Burka-Verbot zur Kasse gebeten wurde. Weil sie mutmaßlich keine Kenntnis davon hatte, keinen Widerstand leistete und nicht als „Wiederholungstäterin“ einzustufen war, kam die Araberin mit der Mindestbuße davon. Die Höchststrafe für Vollverschleierung im freien Raum beträgt im Tessin 10.000 Franken (9220 Euro). Sie gilt für Burka- oder Nikab-Trägerinnen genauso wie für vermummte Hooligans oder Demonstranten.

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