Der Ablass war eine gute Idee


© Getty Lucas Cranach hat mit seinen Holzschnitten wie diesem aus dem Jahr 1527 entscheidend zur Popularität Luthers beigetragen.
2017 wird die Reformation 500 Jahre alt. Ist die Bundesrepublik heute protestantisch? Hätte Luther getwittert? Und war er selbst je Protestant? Fragen an den Luther-Biografen Willi Winkler.

 

Interview Tobias Rüther | Frankfurter Allgemeine

Ein Buch über Martin Luther. Fünfhundert Jahre Reformationsgeschichte, ein Berg von Material. Wie und wo fängt man da nur an?

Mit Größenwahn. Eigentlich wollte ich eine Geschichte der Renaissance schreiben, aber dann wurde ein Luther-Buch daraus. Die kleindeutsche Lösung sozusagen.

Das Panorama Ihres Buchs wird trotzdem immer größer. Oft verschwindet Luther seitenweise daraus.

Ich fand es interessant, die Zeit zu rekonstruieren, in die wie in einem Wandteppich plötzlich Luther hineingewebt wird. Als ich fertig war, dachte ich: Ich habe noch viel zu wenig gemacht. Wie geht es zum Beispiel zum Dreißigjährigen Krieg weiter? Der ja eine mittelbare Folge der Reformation ist. Bei Luther geht die Geschichte friedlich aus, er wird nicht geköpft und nicht verbrannt – aber dann kommt das Massensterben, das Schlachten. Der Dreißigjährige Krieg war ja kein Religionskrieg, es ging um die Vorherrschaft in Europa.

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