De Maizières Angriff auf Whatsapp


Whatsapp ist das möglicherweise größte Netzwerk verschlüsselter Kommunikation für Bürger. (Foto: dpa)
Der Innenminister schließt sich Frankreichs Kampagne gegen verschlüsselte Kommunikation an. Fachleute warnen: Wer so an die Daten von Terroristen will, schwächt die Privatsphäre aller Nutzer.

Von Jannis Brühl | Süddeutsche.de

Verschlüsselung privater Kommunikation setzt sich weiter durch. Doch im Zuge der Verschärfung von Sicherheitsgesetzen gerät sie mehr und mehr ins Visier von Sicherheitspolitikern. Im Kampf gegen mutmaßliche Terroristen wollen Deutschland und Frankreich nun die Datenverschlüsselung von Messaging-Apps wie Whatsapp, Telegram oder Signal begrenzen.

Das erklärten Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Dienstag in Paris. Es müsse „rechtsstaatlich eng begrenzte Möglichkeiten geben, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln“, sagte de Maizière. Beim nächsten EU-Gipfel im September wollten sie sich für eine europäische Regelung einsetzen: Unternehmen sollten gezwungen werden können, Behörden auf Anfrage auch Inhalte verschlüsselter Nachrichten zu übergeben. Das soll auch für Anbieter gelten, die ihren Sitz nicht in der EU haben. Zwar nannte Cazeneuve explizit nur die App Telegram, die bei Dschihadisten beliebt ist, doch die neuen Regeln würden zum Beispiel Whatsapp genauso betreffen.

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