Wie es um den Islam hierzulande bestellt ist


Hans Markus Heimann zeigt in seinem Buch, warum das Grundgesetz dem Kirchturm nicht näher steht als dem Minarett. (picture alliance / dpa / Ronald Wittek)
Deutschland diskutiert über Burka und Kopftuch, über Integration und Religion – doch wie es um den Islam hierzulande bestellt ist, darüber gibt es nur spärliche Informationen. Diese Lücke versuchen die Bücher der Journalistin Karen Krüger und des Rechtswissenschaftlers Hans Markus Heimann zu füllen.

Von Christiane Florin | Deutschlandfunk

Um es gleich vorwegzusagen: Beide Bücher kommen ohne steile Thesen aus. Und das verdient Lob. Denn auf dem Themenquadrat mit den Eckpunkten Religion, Staat, Recht und Politik tummeln sich schon viele Thesenritter. Die rufen: „Mohammed ist ein Verbrecher, die Kirchen sind Räuber, die Scharia verdrängt das Grundgesetz, Religion gehört ganz abgeschafft.“ Für Behauptungen dieser Art gibt es einen gut sortierten Markt der Kampf-, Streit und Schrei-Schriften.

Ein Buch wie „Deutschland als multireligiöser Staat“ von Hans Markus Heimann aber gibt es noch nicht. Heimann erklärt das deutsche Religionsrecht kompakt, nüchtern, bisweilen dröge, jedenfalls provozierend unaufgeregt. Und auch die „Reise durch das islamische Deutschland“ von Karen Krüger riskiert etwas Neues. Die Redakteurin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ nimmt die Leser mit auf eine echte Erkundungstour und speist sie nicht mit einer Butterfahrt zum Salafisten-Erlebnisbauernhof ab.

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