Daran hakt der Ausbau des Islamunterrichts


Radikale Islamisten versuchen oft junge Muslime zu ködern. Das gelingt leichter, wenn diese nicht viel über ihren Glauben wissen. Trotzdem hakt der Ausbau des Schulfaches – gerade in Ostdeutschland Quelle: Die Welt
Um Radikalisierung vorzubeugen, soll der Islamunterricht an deutschen Schulen ausgeweitet werden. Doch das Projekt gestaltet sich schwierig. In einer Region gibt es gar keine Religionsklassen.

Von Valerie Schmid | DIE WELT

Einen gewaltigen Rückschlag in Sachen islamische Religionsklassen gab es Anfang August: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) brach die Gespräche mit vier islamischen Verbänden, darunter der türkisch-islamischen Religionsgemeinschaft Ditib, vorerst ab. Grund dafür war der Verdacht einer möglichen Abhängigkeit des Islamverbands von der türkischen Regierung in Ankara.

Doch nicht nur Rheinland-Pfalz hat mit dem Ausbau von islamischen Religionsklassen Probleme. Eine „Welt“-Umfrage ergab, dass nur in neun von 16 Bundesländern derzeit islamischer Unterricht angeboten wird. Oft scheitert die Einführung daran, dass es zu wenig qualifizierte Lehrkräfte gibt oder es an muslimischen Religionsgemeinschaften fehlt, die sich als passende Kooperationspartner erweisen. Denn für einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht benötigt es eine Religionsgemeinschaft.

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