Die falsche Freiheit im Stoffgefängnis


Burqua Burka
Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin‘ the Khuff)

Bei der Debatte um ein Verbot der Burka fällt häufig der Begriff „Freiheit“. Aber um wessen Freiheit geht es bei der Diskussion eigentlich? Um die der Frauen, die sich verschleiern wollen? Oder um die der Frauen, die unterdrückt werden?

Von Alexander Schaumburg | stern.de

Bevor ich zur Sache komme, erlauben Sie mir den Hinweis auf eine anscheinend unausrottbare Begriffsverwirrung: Zurzeit ist die Rede vom Burkaverbot. Das ermöglicht Gegnern der Maßnahme wie dem dezidiert islamfreundlichen ehemaligen CDU-Parlamentarier Ruprecht Polenz, die Debatte für überflüssig und aufgebläht zu erklären, weil die Burka im mitteleuropäischen Straßenbild praktisch nicht vorkomme.

Und damit hat er Recht. Die Burka ist eine paschtunische Stammestracht, die den Sprung aus ihrer afghanisch-pakistanischen Heimat offenbar (noch) nicht geschafft hat. Im Vordringen begriffen sind bei uns andere Methoden der Frauenvermummung, insbesondere der arabisch-sunnitische Nikab und seine zivilisiertere Variante, der Hidschab. Wer das nicht glaubt, ist eingeladen, einen Spaziergang durch die Straßen Münchens oder Berlins zu machen.

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