Ich bin nicht für’s Beliebtsein geboren – Im Gespräch mit Anetta Kahane


Anetta Kahane, Podiumsdiskussion am 9. Juni 2014. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0/Raimond Spekking
Sie ist eine vielgehasste Frau. Menschen glauben, sie habe die Aufgabe, in Sozialen Netzwerken zu zensieren. Sie sei eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. Ein Grund für mich, ein Gespräch mit Anetta Kahane zu führen.

Von Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN

Sie sind in der letzte Zeit heftig in der Öffentlichkeit angegriffen worden und zwar häufig mit der Bezeichnung „oberste Facebookzensorin“. Können Sie selbst unmittelbar Löschungen bei Facebook veranlassen oder wie läuft das in der Praxis ab? Und wenn ja, nach welchen Kriterien werden die bemängelten Kommentare und Threads beurteilt? Gibt es einen Leitfaden oder etwas Ähnliches?

Ich verstehe, was Sie meinen. Das Problem ist nur, wir zensieren nicht . Weder Facebook noch irgendein anderes Medium. Daher gibt es auch keine technischen Vorgänge, keine Kriterien, jedenfalls nicht bei uns. Vielleicht gibt es so etwas bei Facebook, was ich aber nicht weiß. Es gibt auch keine andere Form von Löschen,  zensieren und ähnlichem mehr, mit dem ich persönlich oder die Stiftung etwas zu tun hätten. Diese Fragen kann ich Ihnen also so nicht beantworten. Die Amadeu Antonio Stiftung stellt auch keine Listen mit Seiten oder Personen zusammen, deren Facebook- oder Twitter-Accounts oder Webseiten gelöscht werden sollen. Das ist alles nur ein Mythos.

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