Antijudaismus – Die dunklen Flecken in Bachs Lebenswerk


Bach bezog sich in seinen Passionen auf Luther, der die Vertreibung und Vernichtung der Juden forderte / picture alliance
Johann Sebastian Bach war bekennender Anhänger Luthers und dessen haarsträubendem Antijudaismus. Im Nationalsozialismus dienten einige seiner Werke als Hymnen für die „Entjudung der deutschen Kultur“. Eine Ausstellung setzt sich nun damit auseinander

Von RAINER BALCEROWIAK | Cicero

Das Lutherjahr 2017 wirft seine Schatten voraus. Und natürlich sind die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags in Wittenberg, der als Geburtsstunde der Reformation und des Protestantismus gilt, nicht ohne eine Betrachtung des Schaffens von Johann Sebastian Bach (1685-1750) denkbar. Denn der wohl bedeutendste Komponist des Barockzeitalters hat sozusagen den Soundtrack zum Protestantismus geschrieben, wenn auch erst rund 200 Jahre später.

„Luther, Bach und die Juden“ lautet daher der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 6. November im Bachhaus Eisenach gezeigt wird, dem Geburtsort des Komponisten. Anhand von Bildern, Texten und anderen Exponaten aus fünf Jahrhunderten wird dort das Spannungsfeld zwischen Protestantismus, Bachs Werk und dessen Rezeptionsgeschichte umfassend beleuchtet.

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