Moscheen: „Wir fordern Strukturen im Islam heraus“


Viele Frauen fühlen sich in den traditionellen Moscheen fremd. Foto: imago
In Dänemark ruft zum ersten Mal eine Imamin das Freitagsgebet aus – in einer Frauenmoschee in der Kopenhagener Fußgängerzone. Noch sind weibliche Imame eine Rarität.

Von Thomas Bochert | Frankfurter Rundschau

Zum ersten mal ruft in Skandinavien eine Imamin zum Freitagsgebet. „Wir fordern patriarchalische Strukturen im Islam heraus, wie es sie auch in anderen großen Religionen gibt,“ sagt Sherhin Khankan, Mitbegründerin der Kopenhagener Frauenmoschee, vor der Premiere dieser Woche. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung der „Mariam Moské“ hält ihre dänische Mit-Imamin Saliha Marie Fetteh die erste Predigt. Eingeladen sind nur Frauen. Khankan zu den Motiven: „In den traditionellen Moscheen habe ich mich immer fremd gefühlt. Wir Frauen stehen abgetrennt auf einem Balkon herum und sind nur Zuschauer. Viele kommen gar nicht, weil man in eine von Männern beherrschte Welt eintritt. Sie haben das Wort, leiten das Gebet und stehen im Fokus. Wir schaffen jetzt eine Moschee nach den Prämissen der Frau.“

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