Religion als ultimative Provokation


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Eine Schülerin im Burkini (Foto: dpa) (dpa)
Angesichts der Streitereien um Kopftücher und Burkinis sei Laizismus auch in Deutschland zum Zauberwort geworden, meint Christiane Florin. Dabei zeige das Beispiel Frankreich, wie sehr der Glaube an die Wunderkraft der Trennung von Kirche und Staat trügen könne. Die Vorstellung von einem religionsbefreiten öffentlichen Raum sei naiv.
 

Von Christiane Florin | Deutschlandfunk

In den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe ich in Paris Politikwissenschaft studiert. Verfassungs- und Regierungslehre war eine der wichtigsten Vorlesungen. Wir lernten zum Beispiel, dass der Staatspräsident die Nationalversammlung auflösen und die Atombombe auslösen darf. Vor allem lernten wir: Frankreich ist ein laizistischer Staat. Seit 1905 gilt das Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat. 1905 – ein Datum, fast so wichtig wie 1789. Der Dozent schlug einen stolzen Ton an. Es fehlte nur noch die Fanfare. Liberté, Egalité, Fraternité und laicité. Wir schrieben gläubig mit.

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