Ägypten will Strafen für weibliche Genitalverstümmelung verschärfen


Bild: (c) imago/Xinhua (imago stock&people)
Die Gefängnisstrafe soll von maximal zwei auf fünf bis sieben Jahre erhöht werden.

Die Presse.com

Die ägyptische Regierung plant eine Verschärfung der Strafen für weibliche Genitalverstümmelung. Die Regierung in Kairo teilte am Sonntag mit, sie werde dem Parlament einen Gesetzesentwurf vorlegen, nach dem auf die Beschneidung von Mädchen und Frauen eine Haftstrafe zwischen fünf und sieben Jahren stehen soll. Bisher beträgt das Strafmaß zwischen drei Monaten und zwei Jahren Gefängnis.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist seit 2008 in Ägypten verboten, wird aber weiterhin von vielen Muslimen und Christen praktiziert, vor allem in ländlichen Gegenden. Laut dem Gesetzentwurf soll zusätzlich zur Gefängnisstrafe harte Arbeit auferlegt werden können, wenn die Beschnittene durch den Eingriff stirbt oder eine dauerhafte körperliche Behinderung davonträgt. Wer eine Frau dazu zwingt sich beschneiden zu lassen, muss künftig mit einem bis drei Jahren Haft rechnen.

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