Transformation statt Umbruch


Volker Leppin Die fremde Reformation Verlag: C.H.Beck, München 2016 ISBN: 9783406690815
Volker Leppin
Die fremde Reformation
Verlag: C.H.Beck, München 2016
ISBN: 9783406690815

„Ein Großer der Geschichte fällt nicht zwangsläufig vom Himmel, sondern ist stets ein Kind seiner Zeit, unter deren Einflüssen er steht.“ Ausgehend von diesem Satz des französischen Historikers Jacques Le Goff (1924-2014) begibt sich der Tübinger Kirchenhistoriker Volker Leppin auf die Suche nach den theologischen Wurzeln Martin Luthers.

Von Theodor Kissel | Spektrum.de

Im Gegensatz zu vielen anderen Darstellungen über die Reformation stellt Leppin seinen Protagonisten in die mystische Tradition des Spätmittelalters und zeigt auf, wo dessen Ideen herkamen, wie sie sich entwickelten und formten. Luther, so die Kernaussage des Buchs, musste nichts neu erfinden, sondern nur Vorhandenes neu denken. Denn Forderungen nach einer grundlegenden Reform der katholischen Kirche „an Haupt und Gliedern“ gab es schon lange vor dem Wittenberger Reformator.

Der Autor erzählt gut und mit der lockeren Souveränität dessen, der seine Materie beherrscht. Quellennah und auf aktuellem Forschungsstand legt er überzeugend dar, wie Luther aus der spätmittelalterlichen Frömmigkeitstheologie das reformatorische Denken entwickelte und daraus Impulse bezog, um Kirche und Gesellschaft zu ändern.

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