Debatte Islam und Feminismus: Frauenrechte fallen nicht von Himmel


Männergemachte Verbote: Frauen in Saudi Arabien dürfen nicht Auto fahren – manche machen es trotzdem Fotot: ap
Islamische Feministinnen stellen starke Musliminnen heraus oder arbeiten sich am Koran ab. So werden wohl kaum Freiheiten erstritten werden.

Von Edith Kresta | taz.de

Die Debatten über Islam und Feminismus, wie sie hier zuletzt von Kübra Gümüşay geführt wurde, sind unergiebig. Sie geben keine Antworten auf die aktuellen Fragen und politischen Forderungen der Frauen in der islamischen Welt. Auf Kleidervorschriften, Ungleichheit, Unterdrückung, Schwule oder Lesben in islamischen Gesellschaften und andere patriarchale Traditionen und Verbote. Ihr Bekenntnis „für Vielfalt, für die Kopftuch tragenden, die Minirock tragenden, die queeren, die beschwipsten“ kommt aus der Kuschelecke, es ist nicht überzeugend. Denn ihr feministisches Credo ist: Starke Frauen und unkonventionelle Vorreiterinnen im Islam gibt es durchgehend seit der frühen islamischen Geschichte.

Zwei Beispiele von Frauen werden angeführt: „Khadidscha, die erste Person, die den Islam annahm, war eine erfolgreiche und selbstständige Geschäftsfrau, 15 Jahre älter als der Prophet und mit mehreren Kindern aus vorhergehenden Ehen. Oder Umm Salama – sie ging als politisch weise, sich ihrer Position als Frau in der arabischen Gesellschaft des 6./7. Jahrhunderts bewusst und gleichzeitig dagegen ankämpfend in die – von Männer produzierten! – Annalen ein.“

weiterlesen

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s