Flucht ins „Freiluftgefängnis“ Gazastreifen


Bild: (c) REUTERS (SUHAIB SALEM)
Jeder zweite Palästinenser will Gaza nur schnell verlassen. Für den syrischen Koch Warif Hamedo bot die Hamas-Hochburg indessen ein Asyl vor dem Krieg in der Heimat.
 

Von Susanne Knaul | Die Presse.com

Seit drei Jahren lebt Warif Hamedo im Gazastreifen, mittlerweile ist er bekannt wie ein bunter Hund. „Die Leute mochten mich, und ich mochte sie“, sagt der rothaarige Flüchtlinge aus Aleppo, der auf der Straße von Fremden angesprochen wird und Hände schütteln muss. „Ich habe mich gleich wie zu Hause gefühlt.“ Schon die Luft auf palästinensischer Seite sei viel frischer gewesen als in Kairo. „Ich roch das Meer und ging an den Strand, wo es genauso aussieht wie bei uns in Syrien.“

Vom Krieg in den Krieg

Jeder zweite Palästinenser wünscht sich laut Meinungsumfragen den belagerten Küstenstreifen, der unter seinen Bewohnern als größtes Freiluftgefängnis weltweit gilt, nur schnell zu verlassen. Die Menschen kämpfen mit hoher Arbeitslosigkeit, Armut, mit dem totalitären Regime der islamistischen Hamas und der steten Bedrohung militanter Auseinandersetzungen. Im Vergleich zur Hölle des Bürgerkriegs in der Heimat erscheint der Gazastreifen den Flüchtlingen dennoch als sicherer Zufluchtsort. Rund 50 Familien leben hier endlich in Sicherheit, viele von ihnen in Armut. Die meisten sind gemischte syrisch-palästinensische Familien.

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