Forscher: Uneheliche Kinder sind Zeichen für Gleichstellung der Frau


35 Prozent der 2014 in Deutschland geborenen Kinder kamen unehelich zur Welt. Der Forscher Sebastian Klüsener leitet daraus ab: Je mehr Kinder unehelich geboren werden, desto besser ist es in vielen Ländern um die Gleichstellung der Frauen bestellt.

evangelisch.de

Gerade in Schweden und Norwegen sei die ökonomische Position der Frau in der Gesellschaft besonders hoch, sagte Sebastian Klüsener, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Demografische Forschung, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit bis zu 70 Prozent in einigen Regionen gebe es in Skandinavien besonders viele uneheliche Kinder.

Frauen könnten dort oft viel zum Einkommen einer Familie beitragen. „Wenn die Frau finanziell unabhängig ist, ist sie auf die Ehe als Institution weniger angewiesen. Selbst wenn es zur Trennung kommt, könnte sie das Kind weiter durch ihr Einkommen oder staatliche Unterstützung versorgen“, sagte der Forscher. Seien Männer in einer Gesellschaft die Haupternährer, funktioniere die Ehe für Frauen eher als eine Art Absicherung.

Für Deutschland lag der Wert mit 250.000 außerehelich geborenen Kindern im Jahr 2014 bei 35 Prozent. Im Westen beträgt die Quote 29 Prozent, im Osten 59 Prozent. In Westdeutschland hinke die Gleichstellung etwas hinterher, sagte Klüsener: „Insofern könnte ich mir vorstellen, dass es noch zu weiteren Anstiegen kommen könnte.“

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