Religionspädagogin kritisiert Biografien Mutter Teresas


Bild: theaustralian.com.au
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Die Religionspädagogin Ulrike Witten hat die Darstellung Mutter Teresas in den gängigen Biografien kritisiert.

Von Phillip Saul | evangelisch.de

„Es fehlen die Grautöne. Bei Mutter Teresa zeigt sich eine deutliche Schwarz-Weiß-Malerei. Da gibt es entweder harte Kritik oder ganz große Heiligsprechung“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Halle dem Evangelischen Pressedienst (epd). Oft würden die Motive für Mutter Teresas Handeln falsch wiedergegeben. Bei der „sprichwörtlich gewordenen Ikone der Nächstenliebe“ werde der theologische Aspekt kaum beachtet.

„Biografien sind sehr häufig von Stereotypen überlagert“, bemängelte Witten, die für ihre Dissertation zum diakonischen Lernen an Biografien den Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erhält. Die Brüchigkeit der Biografien werde zu wenig gezeigt, obwohl sie ein viel größeres Lernpotential mitbringe: „Man sieht, dass selbst große Helden eigentlich nicht so perfekt sind, wie sie auf den ersten Blick wirken.“ Daher dürfe man nicht verschweigen, dass „es legendarische Überformungen gibt, die wenige oder keine realen Anhaltspunkte haben. Sonst werden die Lernenden entmündigt.“

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