Wer den Islam kritisiert, ist noch lange nicht islamophob


Bild: RDF
Viele nichtmuslimische Akademiker aus dem Westen verteidigen den Islam – im Gegensatz zu anderen Religionen – gegen jede Kritik. So stärken sie die islamischen Extremisten, meint Kacem El Ghazzali
 

Von Kacem El Ghazzali | Richard Dawkins-Foundation

Unmittelbar nach den Attentaten in Paris letzten November rief mich meine Mutter an, die in einem kleinen Dorf in Marokko lebt. Sie ist eine tiefgläubige Muslimin, betet fünfmal am Tag. Sie rief mich aber nicht an, um den Terror zu rechtfertigen, sondern sagte, wie leid es ihr tue, was in Paris geschehen ist, und drückte ihre Anteilnahme für meine französischen Freunde aus.

Am Ende unseres Gesprächs erzählte sie mir von einem Imam aus ihrem Dorf, der junge Leute anstiftet, in Syrien für den IS zu kämpfen. Ich fragte sie, was sie von diesem Imam halte. Sie antwortete: „Ich habe die Polizei angerufen, damit sie eine Untersuchung gegen ihn einleiten.“ Das, sagte sie, sei ihr Weg, den Terror zu bekämpfen.

Der Anruf meiner Mutter ist für mich ein Schlüsselerlebnis; weil es auf den Punkt bringt, was ich hier in der Schweiz als Paradox feststelle: Nach jedem Attentat militanter Islamisten werden Muslime aufgefordert, sich vom Terror zu distanzieren. Mittlerweile tun dies die muslimischen Verbände bereits reflexartig, wiederholen gebetsmühlenartig, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun. Deshalb ergibt es wenig Sinn, Muslime aufzurufen, sich vom Terror zu distanzieren.

weiterlesen

Ein Gedanke zu “Wer den Islam kritisiert, ist noch lange nicht islamophob

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s