Die Makellosigkeit der Heiligen


Bild: theaustralian.com.au
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Mutter Teresa hat für ihren Dienst an den Ärmsten viel Respekt erhalten. Die Überhöhung ihrer Person ruft aber bis heute Widerspruch hervor.
 

Von Volker Pabst | Neue Zürcher Zeitung

Auf der Eingangstreppe zum Hospiz liegt eine zitternde Gestalt. Der abgemagerte Mann antwortet nicht, wenn das Wort an ihn gerichtet wird, sondern zieht nur die raue Wolldecke noch etwas höher über den Kopf. Unbeeindruckt vom Elend steht direkt daneben eine Hochzeitsgesellschaft. Die reich mit Gold geschmückte Braut wartet mit Freundinnen auf die Ankunft ihres Zukünftigen, der bald vom nahen Tempel der Göttin Kali zurückkehren wird. Drinnen im Hospiz, hinter der schweren Holztüre, liegen Kranke und Sterbende auf einfachen Feldbetten. Nonnen im grauen Gewand und einige westlich gekleidete Freiwillige kümmern sich um die vielleicht 50 ärmlichen Gestalten. Es herrscht eine nüchterne Atmosphäre, die Einrichtung ist spartanisch einfach. Falls Jahrzehnte einen Geruch haben, dann riecht es nach den fünfziger Jahren.

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