Vor 80 Jahren kamen die ersten Häftlinge in das KZ Sachsenhausen


Konzentrationslager in Sachsenhausen © Mikel Larreategi @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Für die Nazis war es ein modernes und perfekt am Zweck ausgerichtetes Gelände: Im KZ Sachsenhausen sollten die Insassen dem totalen Terror ausgesetzt sein. Im September vor 80 Jahren wurden die ersten Häftlinge dorthin veschleppt.
 

Von Yvonne Jennerjahn | MiGAZIN

Der Schriftsteller Heinrich Mann hatte im Frühsommer 1936 im Exil in Paris noch einmal gewarnt: Sportler, die an den Olympischen Sommerspielen der Nazis in Berlin teilnehmen, würden dort nichts weiter sein als „Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr der Welt fühlt“. Er behielt recht. Während das Sportfest vor 80 Jahren zum Welterfolg der Nazis wurde, mussten Zwangsarbeiter in Oranienburg das KZ Sachsenhausen errichten.

Rund drei Wochen nach dem Ende der Spiele war die SS dann soweit. Vom 5. September 1936 an konnten nach Mitteilung der Inspektion der Konzentrationslager Häftlinge in das KZ Sachsenhausen eingewiesen werden. Aus dem KZ Esterwegen im Emsland und aus dem Berliner KZ Columbia-Haus am Flughafen Tempelhof hatte die SS zuvor im Sommer Häftlinge nach Oranienburg verlegt, um dort auf einem 80 Hektar großen staatlichen Forstgelände ein neues Konzentrationslager aufzubauen – als Modell- und Schulungslager der SS ganz in der Nähe der Reichshauptstadt. Hier sollten die Totenkopfverbände militärisch ausgebildet und ideologisch gefestigt werden.

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