Islamistischer Staat: Vom Polizeioberst zum IS-Führer


Kampf gegen den IS nahe Falludscha: Laut den „Alsumaria“-Informanten versucht die Terrormiliz, die Identität ihrer Kommandeure geheim zu halten, um sie vor Luftangriffen zu schützen. Foto: rtr
Gulmurod Chalimow war Chef der tadschikischen Einsatzpolizei. Jetzt beginnt er eine neue Karriere: Er läuft zum IS über und führt nun die Kämpfer der Islamisten-Miliz an.

Von Stefan Scholl | Frankfurter Rundschau

Gulmurod Chalimow ist laut Interpol 1,80 Meter groß, wiegt 80 Kilo, hat dunkle Augen, dunkle Haare, spricht Tadschikisch, Russisch und Englisch. Letzteres aber ziemlich unverständlich. Als er im Sommer 2015 vor einer Videokamera des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) verkündete, er sei außer in Moskau auch in den USA ausgebildet worden, war nur schwer zu verstehen, dass die Stadt in Louisiana, in der er seine ersten beiden Kurse als Antiterrorkämpfer absolvierte, Baton Rouge hieß.

Auch das Russisch, mit dem er seinen früheren tadschikischen Chef, Innenminister Rachimosoda Chamro, beschimpfte, klang etwas kratzig: „Du hast dich beschwert, dass in Duschanbe noch immer Mädchen in Hidschabs zu sehen sind“, wetterte er. „Und Ihr habt beschlossen, Prostituierte in Hidschabs zu stecken und sie beim Wodkatrinken und Huren fürs Staatsfernsehen zu filmen und so den Islam zu verunglimpfen.“

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