Schwerins Schicksal könnte Deutschland drohen

© ZB Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern.
© ZB Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern.
Mecklenburg-Vorpommern hat eine Geschichte der Enttäuschung hinter sich. Die Entfremdung mit der Politik wächst. Nach der Landtagswahl zeigt sich, dass dort schon geschieht, was im Rest Deutschlands folgen könnte. Ein Kommentar.

Von Matthias Wyssuwa | Frankfurter Allgemeine

In Mecklenburg-Vorpommern ist man es gewohnt, belächelt zu werden. Es fing schon mit Bismarck an, der einst sagte, wenn die Welt untergehe, würde er nach Mecklenburg ziehen. Dort passiere alles fünfzig Jahre später. So falsch war das nicht. Doch wer das Land nur belächelt, läuft Gefahr, zu übersehen, was dort am Sonntag passiert ist. Auch wenn die Bundespolitik in Form der Flüchtlingskrise alles im Wahlkampf überstrahlte wie ein Bühnenscheinwerfer, fällt dessen Licht schließlich doch auf die Unebenheiten der Landespolitik, wird gebrochen und wirft Schatten. Recht große sogar. Da wird es dann spannend.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein schwieriges Land. Das fängt schon damit an, dass es nicht wirklich ein Land ist. Zusammengeworfen nach dem Krieg aus Mecklenburg und Vorpommern, geteilt in drei Bezirke in der DDR, dann wieder zusammengeklebt nach der Wende – bis heute gibt es kein echtes Gemeinschaftsgefühl, dafür gut gepflegte Animositäten. Auch in der DDR hinkten die Bezirke im Norden hinterher, sie sollten rasch industrialisiert werden, was dazu führte, dass all die planwirtschaftlich angesiedelten Betriebe nach 1990 kaum eine Überlebenschance hatten.

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Dänemark: Gymnasium setzt Klassen nach ethnischer Herkunft zusammen

 Ein Gymnasium in Dänemark setzt seine Klassen nach der ethnischen Herkunft der Schüler zusammen © picture alliance
Ein Gymnasium in Dänemark setzt seine Klassen nach der ethnischen Herkunft der Schüler zusammen © picture alliance
Eine Schule in Dänemark muss sich mit Rassismusvorwürfen auseinandersetzen. Die Klassen an dem Gymnasium werden nach der ethnischen Herkunft der Schüler zusammengesetzt.
 

stern.de

Gegen eine Schule in Dänemark sind am Mittwoch Rassismusvorwürfe laut geworden, weil sie ihre Klassen nach der ethnischen Herkunft der Schüler zusammensetzt. Seit dem neuen Schuljahr gibt es in der Unterstufe des Gymnasiums in einem Vorort von Aarhus vier Klassen, in die nur Kinder mit Migrationshintergrund gehen, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete. In drei weiteren Klassen sind je zur Hälfte Kinder mit und ohne Migrationshintergrund.

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Evangelischer Bischof Dröge: „Wäre ich Atheist, ich würde für den Erhalt dieses Religionsrechtes kämpfen“

Nein Danke. Brauchen wir nicht. Image. Godless Atheists/FB
Nein Danke. Brauchen wir nicht.
Image. Godless Atheists/FB
Mit Blick auf die Burka-Debatte hat der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge das deutsche Religionsrecht verteidigt. Die Trennung von Staat und Kirchen bei gleichzeitiger „vertraglich gesicherter kritischer Partnerschaft“ sei ein „Erfolgsmodell“, sagte Dröge am Dienstag bei einem Medienempfang der evangelischen Kirche in Berlin.

kathpress.at

Es habe Fundamentalismus „bisher gut verhindert und ein aufgeklärtes, gebildetes und gesellschaftlich engagiertes religiöses Leben ermöglicht“. Dieses Religionsrecht könnten auch Muslime nutzen.

„Ob und wie dies gelingen kann, muss diskutiert werden“, forderte Dröge. Dabei seien die Medien unverzichtbar, um „diese Fragen in die öffentliche Debatte einzubringen“. Der Bischof verwies auf die aktuellen Diskussionen über religiöse Symbole und Kleidungsstücke. „Islamische Gläubige tragen selbstverständlich ihren Glauben in die Öffentlichkeit“, erklärte Dröge. „Sie wirbeln dadurch etablierte Verhaltensmuster durcheinander.“

Die scheinbar einfachste Lösung sei, die Religion aus dem öffentlichen Leben zu eliminieren, räumte Dröge ein. Das aber sei noch niemals nachhaltig gelungen.

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Warum ich als Atheist die Muslime verteidige

Die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh FOTO: Christoph Sebastian
Die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh FOTO: Christoph Sebastian
Mit Religion hat unser Autor seit Ewigkeiten nichts mehr am Hut. Trotzdem stellt er sich immer wieder gegen Kritik am Islam. Ausschließlich selbstlos ist das nicht.
 

Von Sebastian Dalkowski | RP ONLINE

Es war mir noch kein Barthaar gewachsen, da hatte ich bereits entschieden, dass es Gott nicht gibt. Seitdem betrete ich Kirchen nur noch, wenn jemand beerdigt wird oder sie im Reiseführer stehen. Ich bin nicht in der Lage, mein Leben an einem Wesen auszurichten, das ich nicht sehe.

In den vergangenen Monaten habe ich mich immer wieder dabei erwischt, wie ich den Islam gegen überzogene Kritik verteidigte. Gegen den Vorwurf, dass der Islam Terrorismus fördere. Dass das Kopftuch automatisch Unterdrückung bedeutet. Dass Islam und Demokratie sich widersprechen. Dass diese Religion nicht in unsere Zeit und schon gar nicht in unser Abendland passt.

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Friedman widerspricht türkischem Minister

Der Moderator Michel Friedman hat im Streit um ein Interview für die Deutsche Welle der türkischen Regierung widersprochen.

evangelisch.de

Nach seinem Gespräch mit dem türkischen Sportminister Akif Kilic seien sehr wohl Videoaufnahmen beschlagnahmt worden, sagte Friedman am Mittwoch im Deutschlandfunk. Die DW habe beim Ministerium und beim türkischen Presseamt die Herausgabe des Materials verlangt.

Der Sportminister hatte am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, eine Beschlagnahmung habe es nicht gegeben. Vielmehr sei die Deutsche Welle lediglich aufgefordert worden, das Interview nicht auszustrahlen. Friedman erklärte dagegen, die DW verfüge über keinerlei Aufzeichnungen des Gesprächs mehr. Der Pressereferent Kilics habe nach dem Interview Druck auf das türkische Technik-Team der DW ausgeübt. Der Kameramann habe daraufhin den Chip mit den Aufnahmen ausgehändigt.

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Gesichtsschleier ist privat, kein „religiöser Akt“ – nicht mit Religionsfreiheit begründbar

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Für den Islam-Gelehrten Scheikh Khaled Omran gibt es keinen religiösen Grund, einen Niqab zu tragen. Es sei nicht in der Scharia verankert, eher eine Tradition. Ein Verbot schließt er nicht aus.

DIE WELT

Das Tragen eines Gesichtsschleiers ist nach Worten des Islam-Gelehrten Scheikh Khaled Omran nicht religiös zu begründen. „Der Niqab ist eine Tradition, die Gewohnheitsrecht wurde, und die dem Brauchtum mancher Länder entstammt, aber von der nichts in den Grundlagen des islamischen Rechtes, in der Scharia, steht“, sagte er im Interview mit der ARD.

Omran ist Generalsekretär des Fatwa-Rates der renommierten Al-Azhar-Universität in Kairo. Die Rechtsgutachten des Rates gelten für sunnitische Muslime als verbindlich.

Kleidungsfragen seien „weitgehend private Angelegenheiten“, so der Experte weiter. Für Frauen gelte im Islam lediglich, dass ein Kleidungsstück „nicht körperbetont, nicht enthüllend und nicht enganliegend“ sein dürfe. „Dazu kommt jedoch, dass die Kleidung die Hände und das Gesicht nicht bedecken darf.“

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Göring-Eckardt hält Ausschluss der AfD vom Kirchentag für denkbar

LutherLogo_50Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hält einen Ausschluss der AfD von den Podien des Kirchentags 2017 in Berlin und Wittenberg für möglich.

 

evangelisch.de

„Die Kirchentagsveranstalter müssen die Freiheit haben, über das Für und Wider zu entscheiden“, sagte Göring-Eckardt, die Mitglied im Kirchentags-Präsidium ist, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Sie habe die Bibel immer so verstanden, dass es um Nächstenliebe gehe. „Und wenn ich die Forderungen von Frau Petry anschaue, fällt mir nicht ein, was das mit Nächstenliebe zu tun haben soll.“

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Fellay: Einigung mit dem Vatikan steht bevor

Bishop Bernard Fellay at an SSPX ordination ceremony for priests in Econe, southwest Switzerland, June 29, 2009/Denis Balibouse
Bishop Bernard Fellay at an SSPX ordination ceremony for priests in Econe, southwest Switzerland, June 29, 2009/Denis Balibouse
Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, erwartet eine Einigung mit dem Vatikan. „Ich halte es nicht für unmöglich, dass wir am Wendepunkt der Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils stehen“, sagte er Ende August bei einem Vortrag im neuseeländischen Wanganui.

katholisch.de

Fellay: Personalprälatur wie „Superdiözese“

In seiner gut zweistündigen Ansprache ging das Oberhaupt der traditionalistischen Priesterbruderschaft auf die jüngste Annäherung zur katholischen Kirche ein. Im Juli hatte der Vatikan der bislang nicht offiziell anerkannten Gruppierung den Status einer sogenannten Personalprälatur innerhalb der Kirche in Aussicht gestellt. Das sei „so etwas wie eine ‚Superdiözese‘, unabhängig von den Ortsbischöfen“, erklärte Fellay.

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Keine Kollisionsgefahr: Asteroid fliegt heute an Erde vorbei

Bild: Public Domain
Bild: Public Domain

In 38.000 Kilometern Entfernung wird um 19.12 Uhr ein Asteroid mit einem Durchmesser von zehn Metern an der Erde vorbeifliegen.

Die Presse.com

Ein Asteroid wird am heutigen Mittwochabend um 19.12 Uhr in 38.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbeifliegen. Das ist ungefähr ein Zehntel der Distanz der Erde zum Mond. Das Risiko einer Kollision konnte ausgeschlossen werden, auch dank Messdaten aus der Schweiz.

Der Asteroid 2016 RB1 mit einem Durchmesser von rund zehn Metern wurde von einem US-Roboter-Teleskop am Montag erspäht, wie die Astronomische Gesellschaft Winterthur am Mittwoch mitteilte. Der Schweizer Sternwartenleiter Markus Griesser hatte ihn in der Nacht auf Mittwoch von der Sternwarte Eschenberg in Winterthur aus beobachtet, fotografiert und präzise vermessen.

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Weltweit 50 Millionen Kinder auf der Flucht

Syrische Flüchtlinge © Freedom House @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Syrische Flüchtlinge © Freedom House @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Konflikte, Gewalt und Armut treiben weltweit fast 50 Millionen Kinder in die Flucht. Einem aktuellen UN-Bericht zufolge überleben viele Kinder die Flucht nicht oder sind traumatisiert.

MiGAZIN

Fast 50 Millionen Kinder sind laut den Vereinen Nationen auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt und Armut. Viele von ihnen überleben die Flucht nicht, weil sie ertrinken oder ermordet werden, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Kinderhilfswerks Unicef heißt. Oft seien die Mädchen und Jungen traumatisiert, litten an Unterernährung und seien sexueller Ausbeutung und Gewalt ausgesetzt. Die Regierungen der Heimat-, Transit- und Aufnahmeländer müssten die Minderjährigen viel besser vor Diskriminierung und Gewalt schützen, verlangte Unicef.

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Nordkirche: 29 % der Mitglieder verzichten auf kirchliche Bestattung

Bild: tilly
Bild: tilly
Studie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland ergibt: Auch Christen suchen sich Rituale außerhalb der Kirche

kath.net

Fast drei von zehn Mitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) lassen sich kirchlich nicht bestatten. Das geht aus einer Studie mit dem Titel „The times, they are a-changin’ …“ (Die Zeiten ändern sich) der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ der Nordkirche hervor. Sie hatte sich in den vergangenen fünf Jahren mit dem Thema „Kasualien neben der Kirche“ befasst. So wurden 2010 in Hamburg und Schleswig-Holstein von 28.350 verstorbenen Mitgliedern nur 20.207 mit einer kirchlichen Trauerfeier begleitet. Das bedeutet, dass etwa 29 Prozent darauf verzichteten.

Die Herausgeber der Studie vermuten, dass die Zahl in der Zwischenzeit weiter gestiegen ist. Neuere Erhebungen gebe es aber nicht.

Sie folgern, dass die kirchliche Begleitung in den „Schwellenmomenten des Lebens“ für Kirchenmitglieder „nicht mehr selbstverständlich“ ist. Viele suchten sich für besondere Situationen Rituale außerhalb der Kirche. Bei Hochzeiten und Trauerfeiern registriert die Studie eine zunehmende Konkurrenz durch nichtkirchliche Ritualdesigner, Trauungsredner oder Trauersprecher.

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Geldgier und Habsucht standen nicht in Luthers Thesen…

Wartburg/Eisenach Bild: pixabay.com/
Wartburg/Eisenach Bild: pixabay.com/
Die „Humanistische Alternative Bodensee“ (HABO) hat die evangelische Kirche scharf kritisiert. Nach Berichten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ dürften durch das Reformationsjubiläum 2017 mehrere Milliarden Euro in die Kassen gespült werden.

Von Dennis Riehle | Richard Dawkins-Foundation

Besonders profitiert offenbar der eigens gegründete Verein für dieses Event. Erschreckend seien laut des HABO-Sprechers Dennis Riehle die hohen Summen aus den öffentlichen Kassen: „Dass die Kulturstaatssekretärin 40 Millionen beitragen will, rund 40 Prozent des Etats des Wittenberger Organisationsbüros aus staatlichen und privaten Investitionen kommen und man mithilfe von Förderungen der Europäischen Union für Renovierungen und Infrastruktur rechnet, zeigt, dass dieses kirchliche Ereignis massiv auf Steuergeld wird zurückgreifen können“.

Wenngleich die Meldungen nicht überraschen, sind die offenen Aussagen aus Richtung der Veranstalter ungewöhnlich. Immerhin rühmen sich Kirche und ihre Veranstalter für ihre Wirtschaftlichkeit ganz ungeniert: „Dass Unsummen mit einem ‚Playmobil‘-Luther gemacht werden, zeigt, wie tief man offenbar gesunken ist. Da führen die Protestanten ihre Entstehung eigentlich ad absurdum. Denn es war mit dem Thesenanschlag um eine Ernsthaftigkeit im Glauben gegangen. Dass man diesen Schatz nun mit Marketingartikeln wahrlich verramscht, das ist doch bezeichnend dafür, wonach es hier nicht um Religionsausübung, sondern allein um Profitgier geht“, so Riehle. Es sei überdies perfide, dass man auf die gut betuchten Gäste setze, die durch Anreise und Übernachtung zusätzlich Umsatz brächten. „Da sollte man Worte aus dem Buch Habakuk entgegensetzen: ‚Wehe dem, der bösen Gewinn macht für sein Haus, um sein Nest hochzusetzen, um sich zu retten aus der Hand des Unglücks‘ (2,9)“.

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Umfrage: Viele Türken würden für Geld gehen

Bild: (c) REUTERS (UMIT BEKTAS)
Bild: (c) REUTERS (UMIT BEKTAS)
Die Erdoğan-nahe UETD befragte 1270 Austrotürken. Demnach würden 53,5 Prozent sofort das Land verlassen – weitere 39,8 Prozent wollen ein finanzielles Angebot des Staates.

Von Anna Thalhammer | Die Presse.com

„Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen“, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) Ende Juli Richtung jener Tausenden türkischstämmigen Demonstranten, die nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei für Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Österreich auf die Straße gegangen waren. Diese Demonstrationen wurden von der UETD (Union europäisch-türkischer Demokraten) organisiert, die schon in der Vergangenheit mehrmals bis zu zehntausend Menschen mobilisiert hatte. Die Organisation hat nun eine Umfrage unter 1270 türkischstämmigen Österreichern durchgeführt. Demnach wären 53,5 Prozent sofort bereit, das Land zu verlassen.

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Prozess : Salafistenführer Lau könnte als Terrorist verurteilt werden

Angeklagt: Sven Lau. Foto: dpa
Angeklagt: Sven Lau. Foto: dpa
Der Terrorprozess um den Salafistenführer Sven Lau wird früh unterbrochen. Der Angeklagte schweigt und stellt die Glaubwürdigkeit eines Zeugen infrage.

Von Barbara A. Cepielik | Frankfurter Rundschau

Der Prozessauftakt gegen Sven Lau, einen der bekanntesten Salafisten in Deutschland, verzögert sich am Mittwochmittag – einige Dutzend seiner Anhänger müssen noch die Sicherheitsschleusen des Hochsicherheitstraktes des Oberlandesgerichts Düsseldorf passieren, in dem gegen den 35-jährige Mönchengladbacher wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland verhandelt wird. Zeit genug für Bernhard Falk, einen seiner Unterstützer, in viele, viele Mikrophone zu sprechen und zu sagen, dass dies hier „ein politischer Prozess“, sei, einer „in dem ein empathischer Prediger diffamiert wird, der sich menschlich in Syrien engagiert“ habe, aber kein Terrorist sei. Und was die Hauptzeuge Ismael I. angehe – so sei der labil und medikamentenabhängig. Ähnlich hatte sich zuvor Sven Laus Anwalt Mutlu Günal geäußert – dieser Zeuge sei ein notorischer Lügner.

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Die AfD will regieren – unter einer Bedingung

Foto: dpa AfD-Vize Alexander Gauland
Foto: dpa AfD-Vize Alexander Gauland
AfD-Vize Alexander Gauland hält eine Koalition mit der Union nur für möglich, wenn seine Partei auf 40 Prozent plus x käme und ihre Agenda durchsetzen könnte. Ansonsten bleibe nur „Systemopposition“.
 

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Die Welt: Herr Gauland, der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen hat es nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als möglich erscheinen lassen, dass sich für Ihre Partei schon 2017 zur Bundestagswahl die Frage einer Regierungsbeteiligung stellen könnte. Was halten Sie davon?

Alexander Gauland: Ich glaube nicht, dass sich diese Frage stellen wird. Nicht nur, weil die anderen Parteien eine Koalition mit uns ablehnen. Sondern auch und vor allem deshalb, weil für uns eine Regierungsbeteiligung unmöglich ist, sofern wir nicht ein Ergebnis nur knapp unter der absoluten Mehrheit haben, sagen wir 40 plus x. Nur dann könnten wir ausschließen, dass wir in die Rolle des Juniorpartners kommen. Denn als Juniorpartner gingen wir unter.

Die Welt: Warum fassen dann aber Meuthen und andere bei Ihnen so eine Debatte ins Auge?

Gauland: Ich glaube nicht, dass sie bei uns so eine Debatte bewusst ansteuern. Trotzdem ist es wichtig zu erkennen, dass bisher an der CDU alle kleineren Parteien gescheitert sind, die glaubten, mitregieren zu können. Deshalb müssen wir so stark sein, dass wir unsere Kernforderungen wirklich durchsetzen können.

Denn sonst fragen sich unsere Wähler, was das denn für eine merkwürdige Partei sei, die keine Flüchtlinge mehr hatte aufnehmen wollen, sich aber im Koalitionsvertrag verpflichtet, doch wieder ein paar Tausend ins Land zu lassen. So etwas geht bei uns nicht. Das heißt: Entweder setzen wir unsere Politik fast vollständig durch, oder wir sollten uns niemals an einer Koalition beteiligen.

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Göring-Eckardt: Seehofer „betreibt das Geschäft der Rechtspopulisten“

Den CSU-Vorsitzenden, der Merkel die Schuld am Erstarken der AfD gibt, sieht die Grünen-Fraktionschefin als wahren Verantwortlichen. Er „hintertreibt den Zusammenhalt in unserem Land“.

Süddeutsche.de

Nach heftigen Attacken der CSU gegen Angela Merkel erhält diese nun Hilfe aus den Reihen der Opposition: Nachdem Horst Seehofer der Kanzlerin die Hauptschuld für die CDU-Niederlage in Mecklenburg-Vorpommern und das Erstarken der AfD gab, wirft Katrin Göring-Eckardt Seehofer unverantwortliches Verhalten vor.

Mehr noch: Die Grünen-Fraktionschefin sieht die zentrale Verantwortung für den Erfolg der Rechtsaußen-Partei beim CSU-Chef. Göring-Eckardt sagte der Süddeutschen Zeitung, Seehofer verweigere sich jeder staatspolitischen Verantwortung und untergrabe das Vertrauen in den Staat und in die Regierung, der er selbst angehöre. „Statt dafür zu sorgen, Vertrauen in Staat und Demokratie wieder herzustellen, betreibt er das Geschäft der Rechtspopulisten“, sagte die Grünen-Politikerin.

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Säuberungswelle verschont auch Erdogans AKP nicht

foto: reuters/murad sezer Ein Schwiegersohn von Istanbuls Bürgermeister Topbas ist in Haft,
foto: reuters/murad sezer Ein Schwiegersohn von Istanbuls Bürgermeister Topbas ist in Haft,
Für die türkische Regierungspartei muss es ein schmerzvoller Prozess sein. Denn wie sagte noch vor ein paar Jahren Yalçin Akdogan, der ehemalige Erdogan-Berater, Vizeregierungschef und Unterhändler mit den Kurden: „Ein Organ eines Menschen kann kein feindseliges Gefühl gegen ein anderes Organ hegen.“ Jetzt wird aber das Skalpell angesetzt in der konservativ-religiösen AKP.

derStandard.at

Die Säuberungen gegen angebliche Mitglieder des Netzwerks des Predigers Fethullah Gülen machen auch vor der Regierungspartei nicht halt. Sie muss ja offenbar organisch mit der Gülen-Bewegung verbunden gewesen sein.

Zu Wochenbeginn kochte die Gerüchteküche hoch: Die AKP-Bürgermeister der Großstädte Istanbul, Ankara und Bursa werden verhaftet, kündigte ein türkischer Journalist an, der für seine guten Verbindungen bekannt ist. Melih Gökçek, der twitternde Langzeitbürgermeister von Ankara, wies diese Vorhersage in einer neun Teile langen Mitteilung im Kurznachrichtendienst als Kampagne verkappter Gülenisten zurück.

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NSU-Ausschuss betreibt Geheimnishuberei

Bild: heise.de/TP
Bild: heise.de/TP
Das Bundestagsgremium anonymisiert Zeugen – im Interesse des Verfassungsschutzes

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Am 8. September setzt der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages nach zweimonatiger Sommerpause seine Arbeit fort. Doch irgendetwas muss in dieser Zeit passiert sein. Bisher war die Öffentlichkeit informiert worden, was für Zeugen vernommen werden sollten. Doch diesmal werden nur die Initialen von fünf Zeugen mitgeteilt: Dr. C.P., A.S., R.K., R.G., G.B..

Um wen es sich handelt und wozu die Zeugen befragt werden wollen, bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen. Transparenz sieht anders aus. Von der Pressestelle des Bundestages erfährt man zwar fünf vollständige Namen, – Carsten Proff, Aline Schnalke, Richard Kaldrack, Rüdiger Grasser, Günter Borstner – aber ebenfalls nicht ihren Verantwortungsbereich oder ihre berufliche Herkunft.

Tatsächlich handelt es sich um Beamte des Verfassungsschutzes, verantwortlich unter anderem für die drei V-Männer Thomas Richter alias „Corelli“, Ralf Marschner alias „Primus“ und Michael See alias „Tarif“. Diese drei bewegten sich im Umfeld der Terrorgruppe NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“), der zehn Morde zur Last gelegt werden. Wenn sie nicht sogar selbst, vor allem Richter und Marschner, Mitglied des NSU waren. Einer der anonymisierten Beschaffer des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) soll zweitweise sogar alle drei Quellen geführt haben. Der Geheimdienst wäre damit so etwas wie der Kitt zwischen den Personen dieser rechtsradikalen Terrorszene gewesen.

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Rechtsextreme bekennen sich zu Gipfel-Aktion

Da stand es noch: Das Schafreuter-Gipfelkreuz wurde von einem Unbekannten mit der Axt beschädigt. (Foto: dpa)
Da stand es noch: Das Schafreuter-Gipfelkreuz wurde von einem Unbekannten mit der Axt beschädigt. (Foto: dpa)
Die rechtsextreme Identitäre Bewegung (ID) hat erklärt, am Sonntag auf dem 2102 Meter hohen Schafreuter ein neues Gipfelkreuz aufgerichtet zu haben.

Süddeutsche.de

„Ja, Aktivisten haben sich dazu entschlossen, das Kreuz wieder aufzustellen“, sagte ein ID-Sprecher der Bewegung am Dienstag der Bild-Zeitung. „Als eine Art symbolischer Akt.“ Wanderer hatten die Aktion beobachtet und dem Wirt der Tölzer Hütte unterhalb des Gipfels und dem Deutschen Alpenverein (DAV) gemeldet. Vor eineinhalb Wochen hatte ein Unbekannter das Kreuz auf dem 2102 Meter hohen Berg so demoliert, dass es umgelegt werden musste. Dieser und zwei weitere Frevel an Gipfelkreuzen sorgen für Unruhe in der Region. Der DAV will das Kreuz der ID bis 9. Oktober gegen ein neues austauschen.

Rechtsextreme errichten neues Gipfelkreuz am Schafreuter

Free Isn´ t Freedom: Big Tech’s Big Trick

Image: searchengineland.com/ prep.bb
Image: searchengineland.com/ prep.bb
I just saw “Now You See Me 2.” It stars Daniel Radcliffe as diabolical tech magnate Walter Mabry, who’s a cross between Mark Zuckerberg and Lord Voldemort. According to the movie narration, Mabry and his associates “destroy people’s lives, spying on the world… selling privacy to increase their profit.” They also dispose of people in horrific ways, sometimes while laughing evilly. Ha ha ha!
 

By Robert Epstein | MOTHERBOARD

It’s the job of the elite magicians called The Horsemen—played by Mark Ruffalo, Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, and Lizzy Caplan—to spin their magic to expose the bad guys, forcing them to “step into the light.”

The movie is ludicrous but it’s also a fanciful metaphor for a real-life situation being played out everyday on the internet. Do such bad guys really exist? Except for the horrific, remorseless killings (as far as I know), an increasing body of evidence suggests they do. A small number of huge companies really are spying on the world, violating our privacy to increase their profit, and, as I document in my recent essay, “The New Censorship,” at times, destroying people’s lives.

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