Gesichtsschleier ist privat, kein „religiöser Akt“ – nicht mit Religionsfreiheit begründbar


Bild: Reuters
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Für den Islam-Gelehrten Scheikh Khaled Omran gibt es keinen religiösen Grund, einen Niqab zu tragen. Es sei nicht in der Scharia verankert, eher eine Tradition. Ein Verbot schließt er nicht aus.

DIE WELT

Das Tragen eines Gesichtsschleiers ist nach Worten des Islam-Gelehrten Scheikh Khaled Omran nicht religiös zu begründen. „Der Niqab ist eine Tradition, die Gewohnheitsrecht wurde, und die dem Brauchtum mancher Länder entstammt, aber von der nichts in den Grundlagen des islamischen Rechtes, in der Scharia, steht“, sagte er im Interview mit der ARD.

Omran ist Generalsekretär des Fatwa-Rates der renommierten Al-Azhar-Universität in Kairo. Die Rechtsgutachten des Rates gelten für sunnitische Muslime als verbindlich.

Kleidungsfragen seien „weitgehend private Angelegenheiten“, so der Experte weiter. Für Frauen gelte im Islam lediglich, dass ein Kleidungsstück „nicht körperbetont, nicht enthüllend und nicht enganliegend“ sein dürfe. „Dazu kommt jedoch, dass die Kleidung die Hände und das Gesicht nicht bedecken darf.“

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